Lübecks Bäume erhalten Namensschilder

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18. Mai 2017, 14:04 Uhr

Rund 50  000 Bäume in städtischen Parks und an den Straßen erhalten kleine Plastiktafeln mit einer Nummer. Damit sind sie bei Prüfungen und Pflegemaßnahmen eindeutig erkennbar. Bäume müssen regelmäßig kontrolliert werden, damit Gefahren wie morsche Äste rechtzeitig erkannt und entfernt werden. Damit das gelingt, müssen die Informationen gespeichert und abrufbar sein. Anfang des Jahrtausends setzte die Hansestadt Lübeck dabei auf modernste Technik. An den Bäumen wurden Mikrochips angebracht, die mit einem Gerät vor Ort ausgelesen werden konnten. Das funktionierte. Jetzt gibt es aber ein Problem. Die Garantie des Herstellers ist nach acht Jahren abgelaufen, die Lesegeräte können nicht mehr beschafft werden. Rund 20  000 Baummarkierungen der ersten Generation können bereits jetzt nicht mehr ausgelesen werden. Jetzt gibt es bessere Möglichkeiten. Die Datenbank mit Informationen über die 50  000 Bäume passt inzwischen auf jedes mobile Gerät. Bleibt nur noch die Frage, wie man den richtigen Baum erkennt. Dafür werden ganz klassisch kleine Plastiktafeln mit einer fortlaufenden Nummerierung angebracht. Das hat einen weiteren Vorteil: Bürger, die Schäden an einem Baum melden möchten, können einfach die Nummer durchgeben. Verwechslungen sind ausgeschlossen. Bisher musste ein Mitarbeiter des Stadtgrüns sich persönlich den betroffenen Baum zeigen lassen. Die Kosten für die neue Nummerierung liegen bei rund 60  000 Euro. Das neue System ist damit rund 75 Prozent günstiger.

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