Nütschau : Löschzug Gefahrgut nun offiziell unter neuer Führung

 Bestellung: Dennis Langhoff (v.l.) und Matthias Stark erhielten von Landrat Henning Görtz gemeinsam mit Kreisbrandmeister Gerd Riemann und Andreas Rehberg ihre Urkunden.
Bestellung: Dennis Langhoff (v.l.) und Matthias Stark erhielten von Landrat Henning Görtz gemeinsam mit Kreisbrandmeister Gerd Riemann und Andreas Rehberg ihre Urkunden.

Matthias Stark und Dennis Langhoff sind die neuen Chefs des LZG.

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27. Februar 2018, 16:25 Uhr

Wenn sie gerufen werden, liegt meistens ein größeres Problem vor. „Der Respekt vor der Arbeit dieser Feuerwehrleute ist besonders groß. Wenn sie zum Einsatz kommen, ist es endgültig kein Spaß mehr“, sagte Landrat Dr. Henning Görtz, als er in der Kreisfeuerwehrzentrale in Nütschau Matthias Stark und Dennis Langhoff zur neuen Bereitschaftsführung des Löschzugs Gefahgut (LZG) des Kreises bestellte. Gemeinsam mit Kreisbrandmeister Gerd Riemann und Andreas Rehberg, Leiter des neuen Fachbereiches Sicherheit und Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung, überreichte er die Urkunden an den neuen Leiter Stark (Wehr Badendorf) und dessen Stellvertreter Langhoff (Reinfeld).

Ebenso erhielten Michael McLaren (Glinde), Torben Struck (Heilshoop), Leif Brünslow (Meddewade) und Philip Krispin (Willinghusen) ihre Urkunden als neue Zug- und Gruppenführer der beiden Einsatzzüge. Insgesamt sind 61 Feuerwehrleute in dem Löschzug Gefahrgut aktiv. „Die Aufgabe wurde einst an die Feuerwehren übergeben, aber es wäre viel zu kostspielig, nun jede Wehr im Kreis mit den spezialisierten Gefahrgutabteilungen und vor allem Fahrzeugen auszurüsten. Daher gibt es diesen besonderen Löschzug des Kreises. Mit unserer Ausrüstung sind wir nicht ganz an Nummer eins im Land, aber sehr weit vorne mit dabei“, erklärt Riemann.

Sechs Fahrzeuge sind in Nütschau stationiert sowie jeweils ein Fahrzeug dezentral in Reinfeld, Bargteheide, Trittau, Glinde und Hoisdorf. „So können wir die Fristen einhalten, in denen ein LZG- Fahrzeug an einem Einsatzort sein muss“, merkt Riemann weiter an.

Für den Bereitschaftsführer Stark ändert sich mit der offiziellen Bestellung nicht viel. „Zwei Jahre lang habe ich meinen Vorgänger – der ja leider ausgefallen ist – schon vertreten. Jetzt ist es offiziell und das ist gut so. Die Zeit des Umbruchs liegt schon hinter uns“, sagt er. Die aktuell 61 Kameradinnen und Kameraden seien „allesamt positiv Verrückte“, erklärt er. „Sie sind zumeist in ihren Heimatwehren Wehrführer, Jugendwart oder bekleiden andere Ämter. Ich bin froh, dass es sie gibt“, so Stark.

2016 rückte der LZG zu 43 Einsätzen aus, 2017 waren es 35 und in diesem Jahr bereits zehn. „Die größten Einsätze verursachten illegal auf einem Rastplatz entsorgte Gefahrstoffe und der Verdacht von Anthrax in einem Zug nach Hamburg, der in Ahrensburg gestoppt wurde“, betont Gerd Riemann. In diesem Jahr wurde der LZG schon mehrfach fehlalarmiert, weil Anwohner Güllegeruch für austretende Gase hielten.

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