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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 11:35 Uhr

Reinfeld : Lob von (fast) allen Seiten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Reinfelds Bürgermeister Gerhard Horn gibt das Zepter ab und rät seinem Nachfolger Heiko Gerstmann, den eingeschlagenen Weg mit Augenmaß weiter zu beschreiten.

Wachablösung im Reinfelder Rathaus: Heute ist Gerhard Horns letzter Arbeitstag als Bürgermeister der Karpfenstadt. Er gibt sein Amt vertrauensvoll in die Hände von Heiko Gerstmann, der im Mai mit 56,8 Prozent der Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt wurde. Zwei Amtsperidoden, zwölf Jahre lang, leitete Horn die Geschicke der Stadt – immer mit großer Unterstützung der Verwaltung und der Politik, wie er in seiner Abschiedsrede vor den Stadtverordneten betonte. Er habe sich immer gerne für Reinfeld engagiert: Fast zwölf Jahre lang habe man vertrauensvoll zusammengearbeitet und gemeinsam viele seiner Ideen auf den Weg gebracht. Horn riet seinem Nachfolger, Schritt für Schritt und mit Augenmaß diesen Weg weiter zu beschreiten. Der Tag der Verabschiedung sei etwas „Besonderes in seiner Vita“, er empfinde die vielen Dankesworte als „echte Wertschätzung“. Die zahlreichen erschienenen Bürger applaudierten minutenlang. Mit Lob sparten auch die Parteien nicht – mit Ausnahme der WIR, mit der es in den letzten Monaten seiner Amtszeit einige Querelen gegeben hatte. Bürgervorsteher Gerd Herrmann bezeichnete den scheidenden Bürgermeister als ein Beispiel für perfekte Vernetzung, um neue Förderquellen für die Stadtsanierung aufzutun. „Diese Form von Außendienst waren wir vorher nicht gewohnt“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Herrmann zog das Fazit, dass man bei einem Rundgang durch die Karpfenstadt die Handschrift Gerhard Horn unter fast jedem Stein erkennen könne. Torsten Fuhr (CDU): „Das Gesicht Reinfelds hat sich durch die Initiative Gerhard Horns so positiv verändert, wie lange nicht mehr.“ Gerd Hanf (SPD) sprach gar von Spuren in der städtebaulichen Entwicklung, die auch Jahrzehnte zu sehen sein würden. Man habe Horn nicht nur die neue Seepromenade, die diversen Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt, den Claudiushof, sondern auch durch den Bau der Kant-Gemeinschaftsschule das Abitur zu verdanken. Einzig Manfred Schönbohm (WIR) sprach ihm zwar seinen Respekt für seine Arbeit aus, aber auch von „erheblichen Differenzen“ und davon, dass der Bürgerwille oftmals nicht genug berücksichtigt worden sei.

Anschließend legte Heiko Gerstmann als neuer Bürgermeister seinen Amtseid ab. Er werde alle bereits angeschobenen Projekte weiterverfolgen, bitte aber um „Bescheidenheit“ der Bürger und der Politik, da nicht alle Maßnahmen zeitnah realisiert werden könnten. Er sei jedoch optimistisch, dass er das rote Band für die Brückenquerung in seiner Amtszeit durchschneiden werde. Er werde sich mit Freude engagieren, habe sich in den letzten Monaten bereits intensiv eingearbeitet und hoffe auf eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik.

 

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