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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 05:55 Uhr

Lkw auf dem E-Highway in die Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

14 Millionen Euro Förderung für 13 Kilometer Oberleitung auf der A1 zwischen Reinfeld und Lübeck.

Zwischen Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck wird es auf einer Strecke von je 6,5 Kilometern in beiden Fahrtrichtungen bald einen „E-Highway“ für Lastkraftwagen geben. Die neue Teststrecke wurde gestern im neuen Lkw-Waschzentrum der Spedition Bode auf den Weg gebracht. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, überreichte den Förderbescheid über 14 Millionen Euro an Ministerpräsident Torsten Albig. Die Planungen für das Pilotprojekt sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Der Baubeginn ist für Anfang 2018 vorgesehen, die Fertigstellung spätestens bis Ende 2018. „Ich bin sehr stolz, dass wir bei den Oberleitungs-Lkw in Schleswig-Holstein deutschlandweit zu den Pionieren gehören“, sagte Albig. Der E-Highway sei eine Investition in die Zukunft, die sich langfristig lohnen werde. Staatssekretär Flasbarth ist sich sicher, dass das Datum der Inbetriebnahme in die Verkehrsgeschichte eingehen werde.

Die Strecke zwischen Reinfeld und Lübeck bietet sich an, weil sie täglich von rund 63  000 Pkw und 9000 Lkw befahren wird – auch von den Brummis der Spedition Bode, die in Schweden bereits gute Erfahrungen mit Oberleitungssystemen gemacht hat. Die E-Brummis von Bode werden mit Stromabnehmern, wie man sie von der Straßenbahn kennt, ausgestattet, haben moderne Elektro-Hybrid-Motoren und können problemlos in den normalen Verkehr wechseln. Die Strecke zwischen Reinfeld und dem Lübecker Hafen hat eine Länge von 25 Kilometern. Ziel ist, die Lkw-Umläufe von Reinfeld bis zum Lübecker Hafen nur elektrisch zu fahren. Dazu muss die Batterie im Fahrzeug während der Fahrt an der Oberleitung genügend Energie für die restlichen Kilometer aufnehmen. Anfangs werden auch zwei Oberleitungs-Lkw ohne Nachlademöglichkeit teilnehmen, um die Zuverlässigkeit sicher zu stellen. Diese fahren dann elektrisch und mit Diesel.

Die Lkw werden auf der rechten Spur mit höchstens 100 km/h fahren. „Mit einer Elektrifizierung der A 1 kann Schleswig-Holstein seine Drehscheibenfunktion für den Verkehr zwischen Europa und Skandinavien zukunftsfähig machen und zeigt sein Verantwortungsbewusstsein für Umweltschutz und nachhaltigen Verkehr“, unterstrich der Regierungschef,

 

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erstellt am 04.Feb.2017 | 08:00 Uhr

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