Leichter Anstieg der Arbeitslosenquote

Die neuen Zahlen der Agentur für Arbeit liegen vor. Foto: dpa
Die neuen Zahlen der Agentur für Arbeit liegen vor. Foto: dpa

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08. Januar 2009, 10:27 Uhr

Bad Oldesloe | Es war vielerorts schon befürchtet worden: Die Arbeitslosenquote ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe im vergangenen Monat auf die Marke von 5,1 Prozent geklettert. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte, in absoluten Zahlen waren demnach im Dezember 10 560 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet - das sind 374 mehr als im November 2008. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden jedoch 214 Arbeitslose (0,1 Prozentpunkte) weniger gezählt. "Der Anstieg der Arbeitslosigkeit vom November auf den Dezember war 2008 stärker als in den Vorjahren. Offenbar hat die wirtschaftliche Entwicklung jetzt erste Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Jedoch ist die Arbeitslosenquote mit 5,1 Prozent immerhin die niedrigste für den Monat Dezember seit 1992", sagt Klaus Faust, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

Im Kreis Stormarn betrug die Arbeitslosenquote 4,1 Prozent (Vormonat 3,8 Prozent; Vorjahr ebenfalls 4,1 Prozent). Zum Vergleich der Blick ins Umland: Im Kreis Herzogtum Lauenburg betrug die Arbeitslosenquote 6,2 Prozent (Vormonat 6,1 Prozent; Vorjahr 6,5 Prozent), in Segeberg ergibt sich ebenfalls ein leichter Anstieg von 4,6 auf 4,7 Prozent, ebenso in Lübeck: Hier stieg die Quote von 11,5 im November auf 11,7 Prozent im Dezember an.

Von den 10 560 Arbeitslosen im Agentur-Bezirk waren 3957 dem Personenkreis nach SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) und 6603 dem Personenkreis nach SGB II (ehemalige Arbeitslosenhilfeempfänger oder erwerbsfähige Sozialhilfebezieher, die von den Arbeitsgemeinschaften betreut werden) zuzuordnen.

"Erstes Mittel für die Unternehmen zur Überbrückung einer schwachen Konjunkturphase ist das Kurzarbeitergeld. Dieses nutzen in unserem Bezirk derzeit 128 Betriebe für rund 1600 Mitarbeiter. Die Tendenz ist weiterhin zunehmend", erläutert Klaus Faust. Unternehmer, die dieses noch nicht nutzen, sollten sich von der Agentur für Arbeit beraten lassen, ob Kurzarbeit für sie ein Weg ist, derzeitige oder noch kommende Auftragsflauten zu überbrücken, so Faust weiter. Ziel sei es, das bewährte und qualifizierte Personal auch in der jetzigen schwächeren Konjunktur im Betrieb zu halten.

Weitere Infos für Firmen zum Kurzarbeitergeld sind unter Tel. 04531/167-172 erhältlich.

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