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Ahrensburg : Lehrer und Erzieherinnen sind am häufigsten krank

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die AOK NordWest veröffentlicht ihren Gesundheitsbericht für 2014. Erhöhter Stress macht Angestellte krank.

Die Angestellten in den Bereichen Erziehung und Unterricht sind – gemessen an anderen Berufsgruppen im Kreis Stormarn – am häufigsten krank. Das geht aus dem AOK-Gesundheitsbericht 2014 hervor, der jetzt in der Ahrensburger AOK-Niederlassung offiziell vorgestellt wurde. Mit einem Anteil von 6,8 Prozent bei den Mitgliedern der Krankenkasse stieg die Zahl gegenüber dem Jahr 2013 (6,2 Prozent) sogar noch um 0,6 Prozent.

„Rund 18 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsursachen haben die Diagnose Muskeln und Skelett – also zum Beispiel Rückenprobleme“, sagt Niederlassungsleiter Jens Bojens, „davor liegen nur noch Atemwegserkrankungen mit einem Anteil von 19,8 Prozent.“

Der Gesundheitsreport sagt aber noch viel mehr aus: Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Einzelfall lag bei 12,7 Kalendertagen (Wochenenden werden mitgezählt). Rund 53 Prozent der AOK-Mitglieder haben sich einmal oder mehrfach im Jahr krank gemeldet, im Jahr 2013 waren es rund 55 Prozent. 2014 entfielen – rein statistisch – auf jedes AOK-Mitglied in Stormarner Betrieben 20,3 Arbeitsunfähigkeitstage – immerhin ein Rückgang um 0,1 Prozent.

Angestellte bei Banken und Versicherungen waren im vergangenen Jahr häufiger krank als 2013 – der Anteil stieg von 3,6 auf 5,3 Prozent. Regionaldirektor Gunar Schlage führt das auf erhöhte Anforderungen und mehr Stress durch einen verschärften Wettbewerb gerade im Bankensektor zurück. Den niedrigsten Wert bei den Krankmeldungen gibt es im Wirtschaftszweig Energie/Wasser/Entsorgung.

Mit 5,6 Prozent Krankenstand liegt Stormarn leicht über dem Bundesdurchschnitt (5,2 Prozent) und auch über dem Landesdurchschnitt (5,4 Prozent). „Das hat mich wirklich überrascht“, sagt Regionaldirektor Gunar Schlage, „ich hätte einen niedrigeren Wert erwartet.“

Die AOK unterstützt interessierte Betriebe bei der Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, plant und realisiert Verbesserungsvorschläge und unterstützt Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Im Ranking der Krankenstands-Statistik liegen Kiel mit 5,8 Prozent und Lübeck und Segeberg mit 5,7 Prozent vor Stormarn, die wenigsten Krankenstände gibt es in Nordfriesland mit 4,8 Prozent.


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