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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 00:54 Uhr

Leben und Arbeiten in der Region

vom

Achtklässler des Schulzentrums Krempermarsch befassten sich mit der demografischen Entwicklung

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Krempe | Wie in ganz Deutschland sieht sich auch die Krempermarsch den Auswirkungen des demografischen Wandels und dem durch Wegzug von Nachwuchskräften in Ballungsgebiete verursachten Fachkräftemangels ausgesetzt. In der ländlichen Region zeichnet sich ein doppeltes demografisches Problem ab: viele ältere und pflegebedürftige Menschen müssen zukünftig von immer weniger Jungen versorgt werden. Besonders hart trifft der Fachkräftemangel schon heute die Unternehmen, die im Gesundheits- und Pflegebereich tätig sind.

Unter Federführung der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (AGS) in Itzehoe wurde in Kooperation mit dem Ahsbahsstift in Krempe und dem Regionalen Übergangsmanagement (RÜM) des Kreises Steinburg (Lothar Schramm) nach einem praktischen Ansatz gesucht, Schüler des Schulzentrums Krempermarsch frühzeitig für dieses Thema zu sensibilisieren und zu informieren. Die Zusammenarbeit der Träger fand statt im Rahmen des Projektes "Gesellschaftliche und soziale Verantwortung in Betrieben" (CSR), gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds.

Auf die Frage: "Wo würdet ihr in 20 Jahren am liebsten wohnen und arbeiten?" antworteten die Schüler und Schülerinnen der Klassen 8a und 8b des Schulzentrums Krempermarsch mit großer Mehrheit: "Am liebsten nicht hier", sondern in Hamburg, Berlin oder in anderen größeren Städten des In- und Auslandes. Eine Aussage, die die schwierige Situation vor Ort beschreibt, sagt Ronald Oosterhuis, Geschäftsführer vom Ahsbahsstift. Dabei bieten die Kommunen der Krempermarsch Infrastrukturen, die das Wohnen und Arbeiten durchaus lebenswert machten. Neben der ausführlichen Information über Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich konnten sich die jungen Menschen in Erkundungstouren vor Ort selbst davon überzeugen, was der Amtsbereich seiner Bevölkerung bietet: das Haus der Krempermarsch als Treffpunkt für Vereine und Verbände, der Jugendraum, die Stadtbücherei sowie vielfältige Sportangebote.

Einig waren sich alle, dass es sich langfristig auszahlt, junge Menschen frühzeitig mit bei der Bewältigung der Problemlagen Übergang Schule/Beruf und Leben und Arbeiten in der Region mit ins Boot zu holen. Die Projektverantwortliche, Dr. Maria Meiners-Gefken von der AGS betont, dass die kommunale Bevölker ungs- und Strukturpolitik sich nicht nur auf das Thema Senioren konzentrieren darf, sondern junge Menschen und Familien ebenso in den Fokus der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung stellen müsse.

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