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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 10:03 Uhr

Kraftakt : Last-Minute-Tore retten ein Remis

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Regionalliga: VfB Lübeck gleicht gegen FC St. Pauli II in der Nachspielzeit einen 0:2-Rückstand aus. Senger und Suew treffen.

Für den VfB Lübeck reichte es in der Fußball-Regionalliga Nord nach zuvor drei erfolglosen Partien (zwei Niederlagen, ein Remis) auch beim FC St. Pauli II nicht zum Sieg. Durch einen Kraftakt glückte den Lübeckern in Norderstedt aber in einer irren Schlussphase mit zwei späten Treffern immerhin nach 0:2-Rückstand noch ein Remis.

VfB-Trainer Denny Skwierczynski veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum „blutleeren Auftritt“ zuletzt gegen den BSV Rehden (0:4) auf vier Positionen. Im Tor erhielt Briant Alberti den Vorzug vor Stammkeeper Jonas Toboll. Dennis Voß ersetzte im Mittelfeld Routinier Sven Theißen. Die Flügelzange erhielt zudem ein neues, altes Gesicht. So durften Andre Senger und Finn Lasse Thomas von Anfang an für Marvin Thiel und Arnold Suew auf der Außenbahn ran.

Der VfB legte forsch los. Nach 60 Sekunden prüfte Senger St. Paulis Svend Brodersen, doch der Schlussmann lenkte den Ball zur Ecke. Stefan Richter verpasste zudem im Anschluss daran eine Flanke nur knapp (2.). Die Gastgeber benötigten eine Einzelaktion, um auf sich aufmerksam zu machen. Ein Distanzschuss von Nehrig strich knapp am VfB-Gehäuse vorbei (12.). Nach einer Viertelstunde war es dann passiert. Der Ex-Lübecker Sebastian Jakubiak kam von der Strafraumgrenze frei zum Abschluss, der leicht abgefälschte Ball schlug zum 1:0 ein. Mit etwas Verzögerung steckte Lübeck den unglücklichen Rückstand weg und kam durch Senger zu einer guten Chance. Doch der Flugkopfball des Angreifers fand nur den Weg auf das Tornetz (26.). Dennis Wehrendt bekam nach einem ruhenden Ball von Kevin Wölk das Spielgerät im Strafraum nicht unter Kontrolle (30.). Effektiver zeigten sich die Hausherren, die durch einen Linksschuss Christopher Buchtmanns noch vor der Pause das zweite Tor nachlegten (37.). Der verdiente Anschlusstreffer durch Richter (45.) blieb den Grün-Weißen verwehrt.

Unverändert gingen beide Teams in den zweiten Abschnitt. Unverändert blieb auch das Szenario. Die Lübecker taten mehr für die Partie. Doch da es oft am finalen Pass haperte, blieben zwingende Möglichkeiten auf Seiten des VfB Mangelware. Die besaß auf der Gegenseite aber Buchtmann, der nach einem Konter an VfB-Torwart Alberti scheiterte (63.). Nachdem Kwasi Wriedt (78., vorbei) und Mustafa Zazai (80., Kopfball über das Tor) den endgültigen Knockout für die Lohmühlen-Kicker verpassten, brach eine dramatische Schlussphase an. Nach Kopfballablage von Theißen sorgte Andre Senger für den Anschlusstreffer (90.). Doch damit nicht genug: Senger legte ab – Arnold Suew schlenzte den Ball zur Freude der VfB-Anhänger zum 2:2 in die Maschen (90.+2).

„Am Ende muss man natürlich von einem glücklichen Unentschieden sprechen. Aber das haben wir uns durch eine tolle Moral verdient“, freute sich VfB-Coach Denny Skwierczynski, dessen Vertrag ebenso wie der von Co-Trainer Henning Meins, Torwarttrainer Sascha Poser-Wegener und Athletiktrainer Sascha Knappe am Wochenende um ein weiteres Jahre verlängert worden war. Zudem wird mit Thorsten Grümmer ein weiterer Co-Trainer das Team zukünftig unterstützen.

FC St. Pauli II – VfB Lübeck 2:2 (2:0)

FC St. Pauli II: Brodersen – Startsev, Uphoff, Rogowski, Langer – Nehring (65. Deichmann), Kurt – Jakubiak (79. Zazai), Buchtmann, Tiedemann (73. Wried) – Pini.

VfB Lübeck: Alberto – Knechtel, Wehrendt, Marheineke, Sirmais – Pauer (60. Theißen), Wölk (83. Suew) – Thomas (69. Thiel), Voß, Senger – Richter.

SR: Büsing (Hellern). – Zuschauer: 243.


Tore:1:0 Jakubiak(16.), 2:0 Buchtmann (37.), 2:1 Senger (90.), 2:2 Suew (90.+2).

 

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