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Klartext : „Lassen uns nicht alles kaputt reden“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Jens Schenk, Obmann von Fußball-Verbandsligist VfL Oldesloe, spricht vor der finalen Auswärtspartie beim Oldenburger SV im Interview über Abstiegskampf, den Trainer und die Zukunftsaussichten.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Der VfL Oldesloe steckt gegen Saisonende noch mitten im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga Süd-Ost – obwohl die Kreisstädter eigentlich auf dem regulär rettenden 14. Tabellenplatz stehen und diesen sicher haben. Aufgrund der gleitenden Skala und den Absteigern aus den höheren Ligen aber droht dem VfL dennoch der Gang in die Kreisliga: Die Stormarner haben keinen Einfluss auf die vielen Unwägbarkeiten vor dem Finale der Spielzeit. Im Fernduell mit dem TuS Lübeck, Büchen-Siebeneichener SV und Breitenfelder SV müssen die Oldesloer gegen den Tabellenzweiten Oldenburger SV am besten gewinnen, um aus ihrer Sicht alles für den Klassenerhalt gemacht zu haben. Im Gespräch mit dem Stormarner Tageblatt nimmt VfL-Obmann Jens Schenk Stellung zur aktuellen Lage.

Jens Schenk, sind Sie nach der Niederlage gegen GW Siebenbäumen noch optimistisch, dass der VfL den Klassenerhalt schafft?
Abgestiegen sind wir erst, wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist, die Klasse zu halten. Und das ist noch nicht der Fall. Außerdem hängt ja einiges davon ab, wie sich die Situation in den Ligen über uns entwickelt.

Waren Sie mit der Leistung der Mannschaft in den letzten Spielen zufrieden?
Wenn wir absteigen, dann sind wir nicht in den letzten Spielen abgestiegen, sondern durch Niederlagen gegen Gegner, die man hätte schlagen können und müssen. Die Mannschaft war nicht so gefestigt, wie es schien. Wir werden so oder so einen Neuaufbau in die Wege leiten und weiterhin auf den Nachwuchs setzen.

Wie schlimm wäre der Abstieg in die Kreisliga?
Niemand will absteigen. Aber wenn das passiert, dann passiert es. Dann bauen wir wieder ein Team auf und greifen neu an. Manche sagen ja, man muss in der SH-Liga spielen, als Team aus der Kreisstadt. Aber über so etwas machen wir uns keine Gedanken. Wir müssen langsam etwas aufbauen, und wir lassen uns nun auch nicht alles kaputt reden, wenn wir absteigen müssen. Noch dazu, obwohl wir auf einem Nichtabstiegsplatz stehen werden.

Trainer Sven Buntfuß sagt, dass er auch in der Kreisliga als Trainer zur Verfügung steht. Wird der Trainer bei Abstieg gehalten?
Definitiv. Das werde ich auch gern noch hundert Mal sagen. Wir sind mit unserem Trainer zufrieden. Es gibt keine Trainerdebatte beim VfL Oldesloe. Wir wissen, dass er der richtige Mann hier ist. Als er den Posten übernommen hat, drohten wir in die A-Klasse abzurutschen. Dann sind wir zwei Jahre in der Kreisliga als das Superteam gefeiert worden und nun soll plötzlich alles falsch sein? Nein. So arbeiten wir hier nicht.

Was macht Ihnen Hoffnung, dass es noch zum Klassenerhalt reicht?
Die Leistungssteigerung in den vergangenen Spielen und der Teamgeist, der gezeigt wurde. Wenn wir in Oldenburg elf Spieler auf dem Platz sehen, die wirklich den Abstieg verhindern wollen, dann kann das klappen.

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