Bad Oldesloe : „Lassen Sie Taten folgen“

Von ihrem Sieg völlig gerührt: Kreispräsident Hans-Werner Harmuth gratuliert Sabine Tiedtke.
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Von ihrem Sieg völlig gerührt: Kreispräsident Hans-Werner Harmuth gratuliert Sabine Tiedtke.

Die Gründerin des Hospiz-Vereins Lebensweg, Sabine Tiedtke, ist in Stormarn zum Mensch des Jahres gewählt worden.

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28. November 2014, 06:00 Uhr

Zu Tränen gerührt nahm sie die Glückwünsche entgegen: Die Oldesloerin Sabine Tiedtke ist zum Mensch des Jahres gewählt worden. Damit würdigten die Leser des Stormarner Tageblatts ihr Engagement für die Gründung eines stationären Hospizes in der Kreisstadt.

Redaktionsleiter Stephan Poost stellte heraus, dass nicht nur Sabine Tiedtke Siegerin ist. „Sie alle sind Gewinner, aber es kann leider nur einen geben“, betonte er in Richtung Friedhelm Meya aus Reinfeld und Hans-Peter Weiß aus Ahrensburg, die ebenfalls für ihre ehrenamtliche Arbeit nominiert waren. Ohnehin seien ja die Kandidaten auch nur „die Spitze des Eisbergs. Die Arbeit lastet auf vielen Schultern.“ Der sh:z wolle mit der Aktion dazu beitragen, ehrenamtlich Aktiven zu mehr Öffentlichkeit zu verhelfen. „Oftmals geraten die guten Dinge etwas in den Hintergrund“, räumte Poost selbstkritisch ein.

Für Kreispräsident Hans-Werner Harmuth steht fest: „Ohne dieses Ehrenamt wäre der Kreis sehr viel ärmer.“ Die Tatsache, dass mit Bürgermeister Michael Sarach (Ahrensburg), Bürgervorsteher Gerd Herrmann (Reinfeld) und Bürgerworthalter Rainer Fehrmann (Bad Oldesloe) hochkarätige kommunale Vertreter zu der Feier ins Bürgerhaus gekommen waren, zeige, dass das Ehrenamt einen hohen Stellenwert genieße.

Die Flensburger Brauerei ist Partner des sh:z bei der Wahl zum Menschen des Jahres. „Es gibt nichts Gutes, außer man teilt es mit“, wandelte Pressesprecher Ralf Höpfner ein Zitat von Erich Kästner ab. Das sei der Anknüpfungspunkt der Brauerei, sich zu engagieren. Das Unternehmen wolle helfen, Marketing und Werbung für ehrenamtlich Aktive zu machen.

„Es kommt auch viel zurück“, machte Friedhelm Meya deutlich, der sich seit vielen Jahren für die Reinfelder Tafel einsetzt und auch im hohen Alter fünf Tage die Woche mit anpackt: „Und es ist toll!“ Sabine Tiedtke nutzte die Gelegenheit, um den anwesenden Politikern im Sinne der Ehrenamtler ins Gewissen zu reden: „Lassen Sie Taten folgen, öffnen Sie Türen und geben Sie vielleicht auch etwas Geld.“

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