Lasbek will schnell schnelles Internet

Lasbek soll flächendeckend mit einer besseren Breitbandanbindung versorgt werden. Interessierte sollen einen schnellen Internetzugang bekommen. Das hat jetzt die Gemeindevertretung beschlossen.

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12. Februar 2009, 10:06 Uhr

Lasbek | Für die Breitbandversorgung sollen jetzt Fördergelder beantragt werden. Bisher scheiterte eine Versorgung der Bürger mit schnellem Internet buchstäblich an der langen Leitung der Telekom. Die Ortsteile Lasbek-Dorf, Barkhorst und Krummbek werden vom Verteiler Mollhagen aus versorgt. Durch die Länge der Kupferleitung von rund sieben bis acht Kilometern ist eine schnelle Internetversorgung nicht möglich. Auch Lasbek-Gut hängt am Ende einer langen Leitung, die aus Bargteheide kommt. Bisher gibt es nur in Lasbek-Dorf Anschlüsse, bei den der Download via DSL ein MB und mehr beträgt. Die meisten Lasbeker haben - wenn überhaupt - eine abgespeckte DSL-Version, müssen dafür aber voll bezahlen. Ralph Fritz, der ein Breitbandgutachten für Bad Oldesloe-Land erstellte, hat jetzt Wege aufgezeichnet, wie eine bessere Breitbandversorgung möglich ist. "Es gibt ein Leerrohr von Mollhagen nach Lasbek-Dorf. Dort könnte zum Beispiel ein Glasfaserkabel eingezogen werden", so Bürgermeister Harald Lodders. Durch das Glasfaserkabel würden so gut wie keine Leitungsverluste auftreten. Von Lasbek-Dorf aus könnte dann die Verteilung in Richtung Barkhorst, Krummbek und Lasbek-Gut erfolgen. Hier gibt es neben der Glasfaserkabelvariante auch noch die Möglichkeit, die Signale per Richtfunk in die Ortsteile zu übertragen.

Fritz rechnet für eine Glasfaserleitung in dem vorhandenen Leerrohr von Mollhagen nach Lasbek-Dorf inklusive der Umrüstung der entsprechenden Verteilerstationen mit Kosten in Höhe von rund 40 000 Euro. Für eine weitere Verteilung zum Beispiel nach Barkhorst würden inklusive Erdarbeiten und Umrüstung der Verteiler weitere 56000 Euro anfallen. Bei der Richtfunkvariante zwischen den Ortsteilen würden sich Kosten um etwa 20000 Euro reduzieren. Allerdings sind das nur Schätzungen. Die genauen Kosten werden erst nach der Ausschreibung fest stehen.

Der Gutachter sah auch die Möglichkeit, die Pölitzer Ortsteile Schmachthagen und Schulenburg über Barkhorst mit schnellem Internetzugang zu versorgen. "Wir werden jetzt sehen, ob wird mit Pölitz und eventuell mit Travenbrück die Arbeiten zusammen ausschreiben können. Die Ausschreibung muss allerdings Technologie neutral erfolgen", so Bürgermeister Harald Lodders. Um in den Genuss der Zuschüsse von 60 Prozent der Kosten zu kommen, muss schnell gehandelt werden. Aus einem Förderprogramm des Bundes und des Landes stehen für Schleswig-Holstein nur eine Millionen Euro zu Verfügung.

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