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Windpark : Lasbek will eine Veränderungssperre

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bürgermeister Harald Lodders: „Dann haben wir zwei Jahre Zeit und können in aller Ruhe weiter planen“

Der neue Flächennutzungsplan für den Bereich des Windparks zwischen Barkhorst, Krummbek und Schmachthagen ist noch nicht genehmigt. Anfang April läuft die Zurückstellung der Bauvoranfrage für die von einem Investor geplanten fünf Windräder aus. Zudem herrscht noch Unsicherheit, wie das Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) genau zu bewerten ist. „Wir gehen davon aus, dass das Urteil nur den neuen Regionalplan des Landes betrifft“, sagt Lasbeks Bürgermeister Harald Lodders. Der Windpark in der Gemeinde ist nach dem alten Regionalplan entstanden. „Wir müssen jetzt weiter planen, um Rechtssicherheit zu haben“, so Lodders, auch wenn die Aufstellung des B-Plans Geld kosten würde.

Da der geänderte Flächennutzungsplan, in dem auch die Höhe der fünf geplanten Anlagen eine Rolle spielt, vom Land noch nicht genehmigt wurde und niemand weiß, wann das der Fall sein wird, will Lasbek für den Bereich nun einen Bebauungsplan aufstellen und gleich danach eine Veränderungssperre festsetzen.

„Dann haben wir zwei Jahre Zeit und können in aller Ruhe weiter planen“, sagt Lodders. Für die Investoren bedeutet die Veränderungssperre, dass sie dort vorerst keine neuen Windkraftanlagen aufstellen dürften. „Wir werden aber nach der Aufstellung das Gespräch mit den Investoren suchen“, betont der Bürgermeister. Die Sperre solle keine Verhinderungsplanung sein. Zudem könne die Gemeinde durch die Sperre in Ruhe abwarten, wie das Land mit dem Urteil des OVG Schleswig verfährt.

Der Bebauungsplan und die Veränderungssperre sollen auf der Gemeindevertretersitzung am Dienstag, 10. Februar, aufgestellt werden. Neben dem Thema Windpark stehen auch die aktuellen Flächennutzungs- und Bebauungspläne auf der Tagesordnung.

Nach der Vorstellung der Entwürfe und der Bürgerbeteiligung sollen für die geplanten Baugebiete auf dem ehemaligen Bressler-Gelände und auf dem Hof Gerken die Entwurfs- und Auslegungsbeschlüsse gefasst werden. Gleiches gilt für die Pläne für den Bereich Im Winkel/Eichedeer Straße in Barkhorst. Die Bürger haben anschließend vier Wochen Zeit, sich die Pläne in der Amtsverwaltung anzusehen und können auch ihre Eingaben dazu einreichen.

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