VfB Lübeck : Landerl-Team kassiert erste Testspielniederlage

Die Backen aufgeblasen: Der VfBer Florian Riedel (li.) versucht, sich am Homburger Maurice Neubauer vorbeizutanken.
Die Backen aufgeblasen: Der VfBer Florian Riedel (li.) versucht, sich am Homburger Maurice Neubauer vorbeizutanken.

Im Trainingslager in Spanien unterliegt der VfB Lübeck im Regionalliga-Quervergleich dem FC Homburg mit 0:2.

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02. Februar 2020, 19:23 Uhr

Chiclana | Im vierten Testspiel gab es für den VfB Lübeck die erste Niederlage. Nach den Erfolgen gegen Hansa Rostock (1:0), Hamburger SV (5:2) und Mecklenburg Schwerin (4:0) musste sich die Landerl-Elf im ersten von zwei Tests im Trainingslager in Chiclana dem FC Homburg mit 0:2 geschlagen geben. Der Tabellenvierte der Regionalliga Südwest war im gleichen Flieger mit dem VfB nach Spanien gereist und im Nachbarhotel untergebracht.

VfB-Coach Rolf Landerl baute zu Beginn auf eine Mannschaft, die in etwa der aktuellen Stammbesetzung entsprechen könnte. In einer ausgeglichenen Partie hatten zunächst die Saarländer mehr Spielanteile, klare Möglichkeiten blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Letztlich hatten beide Mannschaften bis zur Pause zwei Torgelegenheiten: Morten Rüdiger (12.) und Yannick Deichmann (27.) ließen für den VfB Chancen aus, auf der anderen Seite parierte Lübecks Schlussmann Lukas Raeder gegen Marcel Carl (38.) und Loris Weiß (44.). „Wir waren zu ungefährlich im Spiel nach vorn“, sagte Landerl, „vieles war überhastet, die Genauigkeit fehlte.“ Dagegen war er mit der Defensivleistung einigermaßen zufrieden.

Auch im zweiten Abschnitt blieben Höhepunkte vor beiden Toren selten. Patrick Hobsch ließ für die Lübecker die beste Möglichkeit liegen, als er nach guter Rüdiger-Vorarbeit knapp verfehlte (50.). Zudem scheiterte Fabio Parduhn (66.). „Wir haben es offensiv in dieser Phase besser gemacht“, so Landerl. Als der Trainer nach gut einer Stunde munter durchwechselt und in der Abwehr auf Viererkette umgestellt hatte, war die Stabilität in der Defensive ein wenig dahin. Das 0:1 entsprang jedoch einem individuellen Fehler. Der eingewechselte Torwart Benjamin Gommert spielte den Ball einem Gegner in die Füße, der Ihan Darwiche anspielte, dessen Flachschuss zum 0:1 passte (67.). Die Lübecker erhöhten zwar nun den Druck, hatten durch Nicolas Hebisch (77.), Hendrik Bombek (81.) und Sören Lippert (90./+4) auch noch Torabschlüsse. Doch erfolgreich war nur noch der FCH, als nach einem von Bombek unglücklich verlängerten langen Ball Patrick Dulleck frei vor Gommert zum 0:2 einschoss (90./+1). „Die Jungs waren am Ende mit Engagement dabei und sind noch zu Chancen gekommen“, befand Landerl. „Es war nicht alles schlecht wie das Ergebnis aussagen könnte, genau wie nach dem Sieg gegen den HSV nicht alles gut war.“ Er habe bewusst darauf verzichtet, die erste Elf weitgehend durchspielen zu lassen. „Es sollte so sein, dass alle noch Spielzeit bekommen. Zudem ist auch die Startelf ja nicht in Stein gemeißelt.“

VfB Lübeck: Raeder (63. Gommert) – Halke (63. Weißmann), Grupe (63. Ramaj), Malone (73. Kim, 78. Malone) – Riedel (63. Erkilinc), Deichmann (63. Parduhn), Mende (73. Bombek), Rüdiger (63. Fernandes), Thiel (63. Matovina) – Hobsch (63. Hebisch), Arslan (73. Lippert). – Tore: 0:1 Darwiche (67.), 0:2 Dulleck (90./+1).

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