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Grande : Land gibt 17 Millionen Euro für Straßenunterhaltung aus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Verkehrsminister Meyer und Straßenbauamts-Chef Sommerburg stellten die nächsten Baustellen im Kreis Stormarn vor. Bei der Gelegenheit gab es auch Kritik an unterlassenen Unterhaltungsarbeiten.

Die gute Nachricht zuerst: Das Land investiert in diesem Jahr rund 17 Millionen Euro in den Erhalt des Straßennetzes im südöstlichen Schleswig-Holstein, rund vier Millionen Euro werden in Straßen des Kreises Stormarn investiert. Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und der Chef der Niederlassung Lübeck des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), Jens Sommerburg, stellten gestern in einer Fahrzeughalle der Autobahn- und Straßenmeisterei Grande insgesamt 38 kleine und größere Projekte vor.

Die schlechte Nachricht: Wegen der Decken- und Brückenerneuerungen müssen Straßen zeitweise für den Verkehr gesperrt werden, Autofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen. „Es gibt für jede Baustelle Umleitungen, in einigen Fällen sogar je Fahrtrichtung eine separate Strecke, sagte Jens Sommerburg, „Markierungs- und Fugenarbeiten auf den Autobahnen werden in die Nachtstunden verlegt, das merken die Autofahrer gar nicht.“ Auch Verkehrsminister Reinhard Meyer appellierte an das Verständnis der Autofahrer: „Eine intakte Infrastruktur sorgt für mehr Verkehrssicherheit und ist zugleich Teil der Wirtschaftskraft des Landes.“

Zugleich übte Meyer aber auch Kritik an den in der Vergangenheit unterlassenen Instandsetzungsarbeiten: „25 Jahre lang wurde einfach zu wenig getan. Das Land hätte 300 Millionen Euro für Straßenerneuerungen ausgeben können, dadurch ergibt sich ein Wertverlust von rund 900 Millionen Euro.“

Einige Beispiele: Die Kreisstraße 32 zwischen Grönwohld und Trittau (Fahrbahnerneuerung und neuer Radweg) soll – nach Problemen mit dem bisherigen Unternehmen – nun bis Ende November 2016 fertig werden. Sommerburg: „Am vergangenen Dienstag hat ein Bauunternehmen aus Schwerin den Zuschlag bekommen, von den vier Millionen Projektkosten stehen noch Arbeiten für 1,2 Millionen Euro aus – das entspricht der bisherigen Planung.“

Aufatmen können die Landwirte, auf deren Flächen entlang der A1 zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe der Erdaushub der insolventen Firma Betam lagert. Die Erde wird für den neuen Lärmschutzwall im Bereich der A1 bei Willinghusen verwendet. Für den Neubau und die Sanierung von Brücken (Wirtschaftsweg Forstweg über die A1, Brücke im Zuge der K 32 sowie über die A24) investiert der Bund rund 4,4 Millionen Euro. Eine neue Deckschicht bekommen auch die Landesstraße 224 zwischen Siek und Großensee (ab Ende Mai) und die Landesstraße 225 zwischen Bargteheide und Hoisbüttel sowie die Bundesstraße 5/Kreisstraße 49 bei Geesthacht.

„Mit den Baumaßnahmen setzen wir konsequent die im Jahr 2012 eingeleitete Sanierung des Landesstraßennetzes um, bei der Realisierung der Projekte wird alles unternommen, um die Auswirkungen auf die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten“, betonte Reinhard Meyer.



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