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Lärminitiative will komplette Bahnstrecke vertreten

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Ahrensburg | Der Verein "Lärmschutz-Rahlstedt" wird zu einer Bürgerinitiative, die an der gesamten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck tätig ist. "Vier Jahre brauchten wir, um Lärmschutzwände von Höltigbaum bis Wandsbek zu bekommen. Mit dem neuen Verein kämpfen wir nun dafür, dass das Gütertransitgleis von Stockholm nach Palermo nicht durch dicht besiedelte Wohngebiete gebaut wird", sagt Claus-Peter Schmidt, Vorsitzender der "Bürgerinitiative an der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck".

Aus zwei Gründen habe man seine Aktivitäten ausgeweitet. Zum einen habe man entdeckt, dass die Vorentwurfsplanungen "ganz erheblich abwichen von denen, die uns bekannt waren", so Schmidt. Und dann gab es die Aussage von Bahnchef Rüdiger Grube, dass man das EU-Gütergleis in den Ostseebädern auch parallel zur A 1 bauen könne und die Züge ab Lübeck nicht über Hamburg, sondern über Bad Kleinen und Schwerin Richtung Lehrte fahren könnten.

"Wir werden unsere Infos nun von Ahrensburg bis nach Lübeck verteilen, um einen großen Kreis Betroffener nicht nur anzusprechen, sondern auch für eine Sammelvertretung zu gewinnen. Wir müssen stark genug sein, um gegen das Mammutprojekt anzugehen", sagt Schmidt. Die Initiative verknüpft Lärmschutz und Gütervekehr auch mit dem Bau der S 4. Mit dem Bau zweier zusätzlicher Gleise für die S-Bahn würden erst die Kapazitäten geschaffen, die Güterzüge über diese Strecke zu schicken.

Konsequenzen der "von der Politik akzeptierten, Erhöhung der Güterzugfrequenz durch dicht besiedeltes Gebiet" seien Lärm und Belästigungen durch jahrelange Bauarbeiten sowie durch den Zugverkehr auch in der Nacht, Erschütterungen und Druckwellen sowie ein Wertverlust der Häuser. Am Donnerstag, 5. September, will die Initiative ab 19 Uhr im Park-Rondeel, Apostelweg 17, in Rahlstedt über die Planungen informieren und ihre Alternativen unter dem Motto "Außen rum statt mittendurch" vorstellen. Schmidt: "Wir nehmen Anregungen für das weitere gemeinsame Vorgehen auf und werden eine mögliche Klage gegen die Planung koordinieren lassen."

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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