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Bad Oldesloe : Kurparkkonzept: Noch viel zu tun

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein Grillplatz und ein Steg am Salzteich sollen das Oldesloer Refugium weiter aufwerten – spätestens 2018.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2015 | 06:45 Uhr

Es ist nun schon elf Jahre her, dass ein Konzept zur Aufwertung des Kurparks durch die Lokalpolitik auf den Weg gebracht wurde. Doch es ist noch längst nicht alles umgesetzt, was damals angedacht war und manche Maßnahme scheint sogar eher, ihre Wirkung verfehlt zu haben. Bei einem Rundgang durch „Oldesloes grüne Lunge“ machte sich der Umweltausschuss gemeinsam mit Dr. Kurt Söffing, Sachbereich Planung und Umwelt, sowie Bauamtsleiter Thilo Scheuber einen Überblick über den Zustand des Kurparks. Söffing nutzte den Rundgang außerdem, um zu zeigen, wo weitere Maßnahmen geplant sind.

Umgesetzt wurden bisher die nicht sehr häufig genutzte Kurparkbühne, der Steg am Salzmoor, die Sanierung des Hauptweges und des Wanderwegs, die Infotafeln für den Waldlehrpfad, einige Sitzbänke, der Bewegungspfad, die Boule-Bahn, der Salzpfad sowie die neue Rundbank am Salzteich. Der Umbau des Bereichs am Rande der neu gestalteten Kurparkallee läuft noch. Ausstehende Maßnahmen sind ein Gehölzrückschnitt am Salzteich, um diesen wieder besser sichtbar zu machen, die Sanierung des Bereichs um die Salzquelle, die Ufersicherung der Beste, ein Grillplatz auf der großen Wiese im Eingangsbereich und ein Holzsteg, der in den Salzteich hineinreichen soll.

Nach den Vorstellungen Söffings sollen diese Maßnahmen nacheinander bis 2018 umgesetzt werden. Die Maßnahmen kosten zwischen jeweils 4000 (Salzquelle) und 15  000 Euro (Grillplatz). Der Umweltausschuss stimmte im Endeffekt einstimmig zu, aber bei der Begehung wurden auch weitere Punkte direkt vor Ort angesprochen und zahlreiche Bedenken geäußert.

Wenn man neue Treffpunkte wie den Steg, die Salzquelle oder einen Grillplatz schaffe beziehungsweise attraktiviere, führe das auch zu mehr „Publikum“, das sich dort aufhalte. Häufig würden sich die zumeist jungen Menschen leider nicht sonderlich gut im Kurpark benehmen. Durch eine gewisse Aufwertung mit Bank und Steg sei der Bereich an der Salzquelle bereits attraktiver für „romantische Treffen“ von Pärchen geworden. Diese hinterließen allerdings Müll und die Plätze im gesamten Park seien schnell relativ heruntergekommen.

„Ich war gerade mit Besuchern in den Sommerferien an der Salzquelle. Der Anblick war furchtbar: leere Flaschen, Müll und sogar Kondome lagen herum. Allgemein verdreckt der Kurpark zusehends“, berichtete Michaela Dämmrich von den Grünen. „Wenn wir Treffpunkte nicht schaffen wollen, weil sich da sonst vielleicht Menschen treffen, frage ich mich, worüber wir diskutieren“, sagte Maria Herrmann (SPD). Es sei zumindest generell positiv, dass der Kurpark offensichtlich gut angenommen werde.

Wichtig sei es – das habe die SPD schon vor Monaten angeregt – dass mehr Mülleimer aufgestellt werden. „Warum muss das immer so kompliziert sein. Kann man da nicht schnell eine Abhilfe schaffen?“, so Herrmann. Ein Wunsch, den Dämmrich unterstützte. Söffing sagte zu, dass „in den nächsten vier Wochen etwas passiert“. Allerdings sei es so, dass man nicht einfach irgendwo die bekannten, blauen „offiziellen Mülleimer“ aufhängen könne. „Dazu gibt es erst eine Bedarfsanalyse durch die Abfallentsorgung. Aber über den Bauhof können wir da kurzfristig etwas machen.“

Diskutiert wurde auch darüber, ob kranke Erlen entfernt werden müssen. Hier bestehe die Gefahr, dass Äste abstürzen. „Unverantwortlich in einem Bereich, in dem ein Waldkindergarten ist“, so Horst Möller von der CDU. Das sieht auch Söffing so. Dämmrich schlug vor zu prüfen, ob die Stadt sich gegen herabstürzende Äste versichern könne. „Davon habe ich noch nie gehört“, antwortete Scheuber. „Verletzt oder tot sind die Opfer dann auch trotzdem“, fügte Möller an.

Die CDU hatte außerdem eigene Beobachtungen zusammengetragen und mit einer kleinen Bilderschau im Ausschuss präsentiert. Darin zu sehen: zerstörte, zugewucherte und defekte Lampen, verwitternde Sitzgelegenheiten, ein lieblos gestalteter Spielplatz, beschmierte Infotafeln, fehlende Wegweiser, mangelhafte Ausschilderung. „Der Spielplatz gehört nicht in unseren Ausschuss. Die anderen Punkte können wir dann in der nächsten Sitzung nochmal beraten“, so Ausschussvorsitzender Wilfried Janson (Grüne). Dem stimmte schließlich auch die CDU zu.  

 

 

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