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Stormarner Tageblatt

19. November 2017 | 04:25 Uhr

Bad Oldesloe : Kurparkfest top, Kulturtag mau

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein umfangreiches Kulturwochenende stellten das Kulturnetzwerk und die Kurpark AG auf die Beine – mit unterschiedlichem Erfolg.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2017 | 20:19 Uhr

Es ist schon ein Jammer: Da organisieren engagierte Oldesloer für ihre Mitbürger einen ebenso tollen wie kostenlosen Kulturtag, aber kaum jemand lässt sich blicken. Dabei hatten sich die Organisatoren vom Kulturnetzwerk viel Mühe gegeben bei der Premiere des Oldesloer Kulturtages und ein abwechslungsreiches und spannendes Programm für alle Altersgruppen auf die Beine gestellt. Mehr Glück hatte da die Kurpark AG, denn die Sonne schien, und hunderte von Besuchern kamen zum Kurparkfest.

Mit dem Kulturtag war vielleicht der eine oder andere überfordert, denn er bot 15 Events und Mitmachaktionen an 14 Örtlichkeiten. Ziel war es, die verschiedenen kulturellen Einrichtungen zu besuchen, wo jeweils zur vollen Stunde ein Angebot starten sollte. Während manche Einrichtungen sehr gut besucht waren, blieben andere Räumlichkeiten leer. So war zum offenen Tanz-Workshop im Kub niemand gekommen.

Am Programm kann es eigentlich nicht gelegen haben. Von Ausstellung und Konzert über physikalische Experimente und Basteln bis zu Lesungen und Geocaching reichten die Angebote. „Es ist ja immer so, erste Male haben es schwer“, sagte Kulturmanagerin Inken Kautter. Während zur Ausstellungseröffnung in der Juze mehr Menschen gekommen waren als hinein passten, verlief die offizielle Eröffnung des Kulturtags in der Peter-Paul-Kirche durch Bürgermeister Jörg Lembke und Stormarn Magic vor leeren Rängen. Auch auf der Hude, wo der Theatervereins Badomat alte Kinderspiele anbot, blieben die Aktiven meist unter sich.

Auf großes Interesse stieß dagegen das Angebot physikalischer Experimente der Seniortrainer im Bürgerhaus. Die Kinder drängelten sich um den Tisch, an dem Peter Rüggen und Hans-Ulrich Raab den einfachsten Elektromotor der Welt demonstrierten. Lia (11) und Ramon (10) beobachteten fasziniert, wie sich ein dünner Kupferdraht rund um eine kleine Batterie drehte, die auf drei superstarken Neodym-Magneten thronte. Nicht nur die Kinder, auch deren Eltern hatten ihren Spaß beim Experimentieren mit einem kleinen Brennstoffzellen-Auto, dessen Energie aus einer chemischen Reaktion von Wasser- und Sauerstoff gewonnen wurde.

Einigermaßen zufrieden war Alireza Zare von der Musikschule. Die beiden Konzerte im Kub waren relativ gut besucht. Vielleicht hätte man die Aktionen besser zeitversetzt und nicht in allen Einrichtungen gleichzeitig anbieten sollen, so Alireza Zare. „Wir für Bad Oldesloe“ bot im Kub eine analoge Geocaching-Version an, der Andrang hielt sich aber in Grenzen. Einige Besucher fanden sogar den Weg in das etwas abseits liegende Mehrgenerationenhaus Oase, wo man sich nicht nur mit leckerer Kartoffelsuppe stärken, sondern auch kleine Inchies basteln konnte. „Wir hatten viele gute Gespräche mit unseren Gästen und alle hatten Freude am Basteln“, so Wiebke Finck, Vorsitzende der Oase.

Unter dem Motto „Kunst & Kultur zwischen Kurpark & Kub“ fand das Kulturwochenende mit dem Kurparkfest seine Fortsetzung. Da die große Bühne im Schatten lag, wurde ein kleiner Bühnenpavillon auf der anderen Seite der Wiese aufgebaut, wo das musikalische Programm gespielt wurde. Ein großes Publikum fanden die Bläserklasse und das Symphonische Blasorchester der TMS, die Märsche und Volkslieder spielten. Zum ersten Mal dabei waren die Bimmelbahn „Bruno“ und ein Minikarussell für die kleinsten Besucher. Ein Ärgernis waren allerdings die Hinterlassenschaften der Hunde, die beim Kurparkfest ausnahmsweise mit auf die Wiese durften.

Ob es im kommenden Jahr wieder einen Kulturtag gibt, steht in den Sternen. „Wir werden uns mit allen Aktiven zusammensetzen und überlegen, wie es jetzt weitergeht“, so Inken Kautter.

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