Kuriose Los-Wahl

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30. Dezember 2013, 00:31 Uhr

Bei der Kommunalwahl im Mai waren die Grünen die großen Gewinner. Während SPD, CDU und die Wähler für Bargteheide Verluste hinnehmen mussten, legten die Lokalpolitiker von Die Grünen/Bündnis90 erheblich zu. Sie kamen am Ende auf 15,3 Prozent und wurden somit zur drittstärksten Kraft in der Stadtvertretung hinter CDU und SPD. Die Wähler für Bargteheide (WfB) verloren fast vier Prozent ihrer Stimmen (13,8 Prozent). Die SPD kam auf 23,5 Prozent, während die CDU 41,5 Prozent erreichte. Die Wahlbeteiligung in Bargteheide sank auf 53,3 Prozent.

Im Wahlkreis 7 kame es zu einer Pattsituation. Die Direktkandidaten Sandra Harmuth, Tochter von Kreispräsident Hans-Werner und Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth holte für die CDU genauso viele Stimmen, wie Sozialdemokrat Andreas Müller – jeweils exakt 146. So eine Situation hatte es noch nicht gegeben. Ein Losentscheid musste her. Das konnte Müller für sich entscheiden, er war aber bereits über die Liste in die Stadtvertretung eingezogen. Hätte Harmuth gewonnen und somit ein 14 Direktmandat für die CDU geholt, während auf sie nach prozentualer Stimmenzahl 11 Plätze in der Stadtvertretung entfielen, wäre das für die SPD kurioserweise besser gewesen. Denn dann hätte ihr ein Ausgleichsmandat zugestanden. So hieß es: Losduell gewonnen aber verloren. Sandra Harmuth zog im November doch noch als Nachrückerin in die Stadtvertretung ein.

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