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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 17:09 Uhr

Kunstrasen-Platz bleibt offen

vom

Erneute Diskussion im Bauausschuss über Einzäunung des Exers / Bauarbeiten im Zeitplan - Fertigstellung Ende September

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Bad Oldesloe | Die Debatten um die Umzäunung des zukünftigen Kunstrasens auf dem Exer reißen einfach nicht ab. Zum jüngsten Bauausschuss präsentierte die FBO einen Dringlichkeitsantrag, doch einen Zaun zu bauen. Da der Exer ein zentraler Platz in der Innenstadt ist, der bislang ohne Zäune auskommt und der Fußballplatz in der Vergangenheit auch zum spontanen Bolzen von jedermann genutzt werden konnte, war auf Antrag der SPD beschlossen worden, beim Bau des Kunstrasenplatzes auf eine Umzäunung zu verzichten. Ein Jahr lang soll das Wagnis eingegangen und beobachtet werden, ob es Verschmutzungen oder Beschädigungen an dem neuen Kunstgrün gibt. Bei Bedarf müsse dann halt ein Zaun nachgerüstet werden. So war es einstimmig beschlossen worden.

Ausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD) machte gleich deutlich: "Da steht ja überhaupt nichts Neues drin." Friedrich-Karl Kümmel (FBO) versuchte seinen Antrag zu retten: "Aber der Platz soll doch zukünftig auch quer bespielt werden." "War alles schon bekannt", wischte die Sozialdemokratin das vom Tisch.

Schützenhilfe bekam die FBO vom VfL-Vorsitzenden Detlef Rädisch. Auch er plädierte mal wieder für eine Umzäunung, statt "ein Probejahr verstreichen" zu lassen. Er regte als Kompromiss an, feste Öffnungszeiten zu vereinbaren, an denen auf der Anlage gebolzt werden könnte. Doch das will die SPD nicht. "Das soll kein Platz nur für Vereine werden", sagte Hans-Hermann Roden, "sondern einer für alle, die ihn sonst noch nutzen wollen."

"Wir waren schon immer für die Umzäunung", behauptete Uwe Rädisch für die CDU. Als die SPD ihren Antrag seinerzeit im Bauausschuss präsentiert hatte, war es Rädisch, der um eine Vertagung der Entscheidung bat, um das Thema mit der Fraktion besprechen zu können. Das muss positiv ausgegangen sein, denn in der entscheidenden Sitzung des Finanzausschusses vergangenen September gab es neun Ja-Stimmen. Also muss auch die CDU zugestimmt haben.

Mit 6:5 Stimmen bekam der FBO-Antrag zwar eine Mehrheit, verpasste aber die nötige zwei-Drittel Mehrheit. "Wir verbauen da mehr als eine halbe Million Euro Steuergelder und dann wird das das einzige nicht eingezäunte Kunstrasenfeld in der Republik", klagte Friedrich-Karl Kümmel. Oldesloe in bundesweiter Vorreiterrolle? Weit gefehlt. "Wir haben sogar zwei Kunstrasenplätze, die nicht eingezäunt sind", erklärt Andreas Zimmermann, Pressesprecher der Ahrensburger Stadtverwaltung. Der Kunstrasen auf dem Stormarnplatz habe zwar Ballfangzäune an den Kopfenden, sei aber ansonsten nicht weiter eingezäunt. Daneben gebe es den Platz im Hagen vom SSC. Zimmermann stellt klar: "Uns sind keine nennenswerten Vorfälle bekannt, um es klar zu sagen, wir haben überhaupt keinen Vandalismus."

Die Drainage ist verlegt, die Randeinfassung wird überarbeitet, als nächstes werden die Ballfangzäune montiert, Ende September soll der Platz fertig sein. Trotz aller Diskussionen ist Bauamtsleiterin Karin John guter Dinge: "Ich freue mich schon darauf, zu sehen wie es wird."

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