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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 18:25 Uhr

Kunstflieger am Donner Himmel

vom

Flugtag des Dithmarscher Luftsportvereins auch ohne Fallschrimspringer und Doppeldecker Antonow ein Erfolg

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

St. Michaelisdonn | Die Erleichterung stand Norbert Schuldt ins Gesicht geschrieben, denn das Wetter machte dem Flugtag 2013 keinen Strich durch die Rechnung. Nachdem der Dithmarscher Luftsportverein (DLV) in den vergangenen Jahren kein Glück mit dem Wetter hatte und im vorigen Jahr der Flugtag fast vollständig ins Wasser fiel, war der Wettergott den Fliegern am gestrigen Sonntag wohlgesonnen.

"Es finden fast alle Programmpunkte statt", sagte Organisator Schuldt, musste dann aber doch einschränken: "Die Antonow wird nicht kommen." Der größte Doppeldecker der Welt sollte in Brandenburg starten, aber dort war das Wetter extrem schlecht. Die Fallschirmspringer aus Itzehoe hatten schon am verregneten Sonnabend abgesagt, da sie nicht damit rechneten, am Sonntag mit dem Flieger genügend Höhe zu bekommen, um abspringen zu können. Die zahlreichen Besucher des Flugtages kamen aber dennoch auf ihre Kosten.

DLV-Vorsitzende Jürgen Weiß führte durch das Programm. Die Motorflugzeuge des landesweit größten Luftsportvereins starteten pausenlos, und auch die Segelflugzeuge luden zu Rundflügen ein. Hubschrauberflüge waren eine besondere Attraktion. Einen Rundflug mit dem Gyrocopter, einem Tragschrauber, trauten sich aber nur Mutige zu. Für Fritz Jegust war das kein Problem: "Ich war ja mal Segelflieger." Begeistert war der St. Michler, dass der Gyrocopter praktisch in der Luft stehen bleiben konnte.

Höhepunkte des Flugtags waren die Kunstflüge, teilweise mit historischen Maschinen. Die Stieglitz mit dem Piloten Claus Cordes brauchte schon eine mühsame, kräfteraubende Startvorbereitung, bevor der Propeller sich drehte. Der Doppeldecker stammt aus dem Jahr 1936, zeigte aber Kunstflug vom feinsten. Das wollte auch Segelflieger Sönke Bahlo, die Thermik gab dies aber nicht her. Doch das heraufziehen eines Segelfliegers mit einem Motorsegler, konnten die Besucher des Flugtages in Augenschein nehmen, auf der Start- und Landebahn sowie am Himmel. Absolutes Highlight aber war die Kunstflugvorführung von Ralf und Nico Niebergall - ein Formationsflug der SIAI Marchetti und einem Modellflugzeug der Originalmaschine. Das Modell steuerte Nico Niebergall vom Boden in Formation zum Kunstflug seines Vaters Ralf, der die Marchetti steuerte. Für den Duoflug gab es besonders viel Applaus.

Neben den Flugprogramm hatte der Flugtag noch sehr viele Attraktionen mehr zu bieten, von der Budenmeile, über Kletterwand und Hüpfburg sowie ein Quadfahren mit dem St. Michaelisdonner Offroadclub "Wühlmäuse". Nicht zu vergessen die Vorstellung des Modellflugvereins Brunsbüttel.

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