zur Navigation springen

Projekt „Kunstbetriebe“ : Kunst und Wirtschaft begegnen sich

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neue Skulptur der Barnitzer Künstlerin Janine Gerber entsteht in der Kantine des Ahrensburger Unternehmens Kroschke.

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2015 | 14:03 Uhr

Ein neues Kunstwerk ziert die Kantine der Christoph Kroschke GmbH in Ahrensburg. Die Skulptur heißt „Zuhören“ und wurde von der Barnitzer Künstlerin Janine Gerber geschaffen. An ihrem Geburtstag konnt es der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dass Gerber und das Ahrensburger Unternehmen zusammenkamen, ist kein Zufall.

Die Arbeiten an dem Werk fanden direkt vor Ort statt, denn es ist Teil des Projekts „Kunstbetriebe“. „ Der Name ist Programm: Künstler erstellen Skulpturen aus den Werkstoffen von Betrieben“, erklärt Can Özren, Pressesprecher der IHK zu Lübeck.

Auf Initiative der Künstlerin Bettina Thierig ging das Projekt im Juni 2015 in die zweite Runde. Unterstützung erhält die Lübecker Initiatorin von den Stiftungen der Sparkasse Holstein, der Stiftung der IHK zu Lübeck „Pro Economia“ und der Possehl-Stiftung. Bei der zweiten Auflage sind zwölf Künstler – so wie Gerber in Ahrensburg – aktuell dabei, in zwölf Unternehmen Kunstwerke entstehen zu lassen.

Auch wenn Kroschke mittlerweile für verschiedene Produkte und Dienstleistungen bekannt ist, begann der Aufstieg mit Kennzeichenplatinen, die noch heute einen wichtigen Teil des Geschäfts darstellen. Daher entschied sich Gerber für diesen Werkstoff, der für sie durchaus ungewöhnlich ist. Neben Malerei arbeitet sie sonst viel mit Papier. Dabei spielt allerdings fast immer der Raum und das Licht eine Rolle. Und das ist auch jetzt so „Die sanft glänzenden Aluminiumschilder gaben mir Anlass für das Entstehen einer Fläche, die mit dem natürlichen Licht korrespondiert“, erklärt sie. „Ähnlich einer Leinwand die sich mit Bildlichkeit füllt, übergab ich die Schilder einer Prägung von Text“, so Gerber weiter.

Dafür wählte sie ein Zitat von Mahatma Gandhi aus, das sich mit der Beziehung zwischen Kunden und Dienstleistern beschäftigt. „Der Kunde ist der wichtigste Besucher in unserem Haus. Er ist nicht von uns abhängig. Wir sind von ihm abhängig“, beginnt das Zitat, das durchaus in der Belegschaft für Diskussion sorgte, die die Entstehung der 2,12 Meter hohen Skulptur beobachteten. Sollte das womöglich Kritik am Unternehmen sein? „Ich finde das Kunstwerk sehr gelungen. Ein paar kritische Stimmen gab es, aber das war eine Minderheit. Es ist doch gut, wenn über Kunst gesprochen wird. Ich finde, dass das Zitat passt, weil es quasi die DNA unseres Unternehmens auf den Punkt bringt“, sagt Christian Bartelheimer, Vorsitzender der Geschäftsführer der Christoph Kroschke GmbH.

„Ich finde es gut, dass Janine Gerber das Kunstwerk im Unternehmen in der Kantine entstehen ließ. Das war für die Künstlerin und für uns eine spannende Herausforderung. Wir bedanken uns bei Frau Gerber für das einzigartige Kunstwerk und die Möglichkeit, näher ran an die Kunst zu kommen“, so Christian Bartelheimer.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen