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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 05:05 Uhr

Kunst – Eine Frage der Betrachtung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Sparkasse sind die jüngsten Ankäufe der Kulturstiftung zu sehen / Es soll auch wieder Führungen auf der Galerie geben

von
erstellt am 18.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Ein Kreismuseum gibt es auch knapp 150 Jahre nach Gründung des Kreises Stormarn nicht und dürfte es so bald auch nicht geben. Es wäre ein Platz, um die Kunstwerke zu zeigen, die zunächst der Kreis, ab 1983 die Kulturstiftung der Sparkasse, gesammelt hat. Rund 240 Bilder, Skulpturen und Installationen befinden sich mittlerweile im Fundus. Ein kleiner Teil ziert seit einigen Jahren die Galerie der Sparkassen-Hauptstelle in Bad Oldesloe , theoretisch zu besichtigen, aber praktisch eigentlich nicht, da es nur geführt möglich ist.

„Da ist etwas eingeschlafen“, sagt Dr. Katharina Schlüter, Kuratorin der Stiftung. Sie will deshalb im nächsten Jahr wieder Führungen anbieten. Ohne Schlüssel und Zugangsberechtigung kann aber jeder im hinteren Bereich der Halle elf Bilder in Augenschein nehmen, die die Kulturstiftung in den vergangenen beiden Jahren angekauft hat, vor allem von den letzten Stipendiatinnen aus der Wassermühle, Lily Wittenburg und Monika Michalko. Neben der Stipendiaten in der Wassermühle stellt die Kulturstiftung die Räume im Atelierhaus in Trittau für Künstler zur Verfügung und organisiert darüber hinaus Ausstellungen vor allem im Marstall in Ahrensburg. „Unser Anliegen ist es, zeitgenössische regionale Kunst und Künstler zu fördern“, sagt Katharina Schlüter.

6000 bis 10  000 Euro stellt die Stiftung pro Jahr für den Ankauf von Werken zur Verfügung, die von einer Jury ausgewählt werden. Das Geld stammt „aus den Zinsen oder aus Spenden“, so Dr. Martin Lüdiger, Vorstandschef der Sparkasse-Holstein. Was dabei im Lauf der Jahre zusammengekommen ist, lässt sich jetzt auch im Internet betrachten. Die Sparkassen-Galerie ist ebenso wie der Stormarnsche Dorf- oder das Oldesloer Heimatmuseum jetzt bei museen-nord.de vertreten. Katharina Schlüter hatte alle gesammelten Kunstwerke inventarisiert und digitalisiert. Eine Auswahl von 54 Stück findet sich im Internet-Katalog.

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