Bad Oldesloe : Kundgebung für den Frieden

Hoffen auf viele Teilnehmer (von links): Heiko Winckel-Rienhoff vom DGB Stormarn, Bürgerworthalterin Hildegard Pontow und Walter Albrecht vom „Bündnis gegen Rechts“.
Hoffen auf viele Teilnehmer (von links): Heiko Winckel-Rienhoff vom DGB Stormarn, Bürgerworthalterin Hildegard Pontow und Walter Albrecht vom „Bündnis gegen Rechts“.

Nie wieder Krieg! Alle Oldesloer sind aufgerufen, am 1. September auf die Hude zu kommen.

shz.de von
27. August 2018, 16:45 Uhr

Der 1. September ist ein in jeder Hinsicht denkwürdiger Tag, denn vor 79 Jahren begann mit dem Überfall deutscher Truppen auf Polen der Zweite Weltkrieg. Bundesweit wird der 1. September als Weltfriedens- oder Antikriegstag begangen. Erstmals ging der Gedenktag am 1. September 1957 vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aus, der damals unter dem Motto „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief. Auch in der Kreisstadt wird alljährlich an diesen Tag mit einer Kundgebung erinnert. Am kommenden Sonnabend wird die „Kundgebung für den Frieden“ ab 11 Uhr wieder auf der Hude stattfinden. Organisiert wird sie vom „Bündnis gegen Rechts“, der Stadt Bad Oldesloe, dem DGB und der Evangelisch-Lutherischen Kirche.

„Es ist einer von vielen schwarzen Tagen in unserer Geschichte“, sagt Walter Albrecht vom „Bündnis gegen Rechts“, der sowohl die Begrüßung als auch ein Schlusswort an die Teilnehmer der Kundgebung richten wird. „Wir leben seit vielen Jahrzehnten in Frieden und Freiheit und haben die Pflicht alles dafür zu tun, dass es auch so bleibt“, betont Walter Albrecht. Leider nehme der Rechtspopulismus zu und sei inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. „Deshalb rufen wir alle Bürger dazu auf, zu unserer Veranstaltung zu kommen“, so der Träger des silbernen Ehrenschlüssels der Stadt.

Weltweit toben mehr als 30 Kriege und überall wird auf- anstatt abgerüstet. „Wir bemerken auch an der Sprache eine zunehmende Aggressivität im Innern, die auch immer mehr nach außen getragen wird“, sagt Heiko Winckel-Rienhoff. „Das finden wir bedrohlich. Wir brauchen mehr Toleranz und Solidarität“, so der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Stormarn. Zwar sei es leider wieder salonfähig geworden, rassistische Sprüche zu klopfen, doch es gebe auch viele ehrenamtliche Initiativen, die dagegen ankämpfen würden, so Walter Albrecht.

„Was Krieg bedeutet, das sehen wir ja rund um uns herum. Wir müssen aber auch die nächste Generation davon überzeugen, wie wichtig der Frieden ist, denn Zeitzeugen gibt es immer weniger“, betont Hildegard Pontow. Demokratie in Frieden und Freiheit sei unser höchstes Gut, so die Oldesloer Bürgerworthalterin.


>Die Aktion beginnt Samstag, 1. September, um 11 Uhr auf der Hude. Als Gastredner kommt Stefan Schmidt, Flüchtlingsbeauftragter des Landes. Außerdem werden Bürgermeister Jörg Lembke, Ingo Schlüter vom DGB-Bezirk Nord und Pastor Gerhard Pfau eine Rede halten.

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