Bad Oldesloe : Kulturelle Vielfalt hat ein Zuhause

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Kub-Leiterin Inken Kautter zeigt sich sehr zufrieden mit dem Entwicklung des Kultur- und Bildungszentrums

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26. Juli 2018, 15:16 Uhr

Sommerpause – in den den Gängen des Kultur- und Bildungszentrum (Kub) ist es gegenwärtig ruhiger und leerer als sonst. Zeit, einmal zurückzublicken. Nach der Eröffnung 2016 ging mit dem Jahr 2017 das erste richtige, komplette Kub-Jahr über die Bühne, jetzt ist Halbzeit 2018. Kub-Leiterin Inken Kautter zeigt sich sehr zufrieden mit dem Entwicklung des Kultur- und Bildungszentrum.

Insgesamt fanden neben dem Unterrichtsbetrieb in VHS und Musikschule, sowie den Proben bei „Klngstdt“ und der Oldesloer Bühne im Kalenderjahr 2017 stolze 206 Veranstaltungen statt. 57 Veranstaltungen waren Kooperationen. „Das war und ist ja ein Hauptziel des Kubs, dass kulturelle Kooperationen entstehen und gepflegt werden“, so Inken Kautter. Das Kulturbüro der Stadt Bad Oldesloe selbst habe Projekte gemeinsam mit der Volkshochschule (6), der Verein „Klngstdt“ (10) sowie der Musikschule (2) auf die Beine gestellt, aber auch Kooperationen unter den Hauptnutzern selbst seien mit der VHS und „Klngstdt“ (10) gelungen. Mit der Oldesloer Bühne hätten sich leider bisher noch keine Kooperationen ergeben. Die Bühne alleine habe aber ohne Partner oder Zusammenarbeiten 20 Veranstaltungen im Saal erfolgreich durchgeführt, so Kautter.

An 71 Tagen war der Saal im Kub durch ehrenamtliche, lokale Organisatoren bespielt. „Das Programm sollte insgesamt bunt sein, und das ist uns auch gelungen“, kann Kautter mit Blick auf die Verteilung der unterschiedlichen Genres sagen. Den größten Teil nahm 2017 das Kinderprogramm mit den beliebten Kindertheater-Aufführungen ein (24 Prozent). Es folgt Theater (16), Kabarett und Popmusik (je 14), vor Filmen (12) und Kabarett und Lesungen (je 10). Mit Rücksicht auf die Wiedereröffnung des Oho- Kinocenters in der Stadt habe man die Anzahl an Filmen im Kub jedoch drastisch reduziert, so die Kub-Leiterin. „Unsere Reihe ’Kino am Nachmittag’ wollen wir aber fortsetzen. Die gibt es dann aber nur ein Mal im Monat“, so Inken Kautter weiter.

Insgesamt kamen im Kalenderjahr 2017 knapp 15 000 Besucher zu den Veranstaltungen im Kub. Dabei konnten über 95 000 Euro an Ticketverkauf generiert werden. Nach Abzug aller Auszahlungen landeten knapp über 34 000 Euro im Haushalt der Stadt Bad Oldesloe.
Das Haushalts-Budget für 2017 betrug 108 600 Euro, etwas über 106 000 Euro wurden davon ausgegeben. Nach Meinung aller Fraktionen, im in der Stadtverordnetenversammlung gut investiertes Geld, wie im Bilduns- Sozial- und Kulturausschuss zu vernehmen war.

Wer nun aber denkt, dass der Großteil des Budgets in Gagen investiert werden musste, irrt. „Über 40 000 Euro müssen wir in die Öffentlichkeitsarbeit stecken – also Programmhefte, die Verteilung und die Werbung für die Veranstaltungen selbst“, führt Kautter aus. „Ich würde in dem Bereich aber sogar gerne noch mehr investieren können, um auch die überregionale Bekanntheit des Kub steigern zu können. Beim Programmheft sparen wir jetzt schon, weil wir auf einen halbjährlichen Rhythmus in gedruckter Form umgestiegen sind, was Kosten bei Layout und Druck spart“, so Kautter. Anita Klahn von der FDP wünscht sich indes, dass es mehr sichtbare Werbung im öffentlichen Raum gibt. „Die kleinen Plakate sind ja irgendwie auch ganz interessant, aber man nimmt sie nicht wahr. Erstrecht nicht, wenn man daran vorbeifährt. Da würde ich mir schon wünschen, dass man darüber nachdenkt, wie das optimiert werden kann“, so die Liberale. Sie wollte auch wissen, ob es üblich sei, das Künstler über die Abendkasse bezahlt werden.

Die Gagen könnten tatsächlich nur so niedrig gehalten werden, weil viele Künstler für eine niedrige Garantiegage auftreten und dafür Anteile der Abendkasse erhalten oder aber nur gegen Einnahmen der Abendkasse auftreten, erläutert Kautter. Anders seien manche Engagements nicht darstellbar. Aus Sicht von Jörn Lucas (CDU) dürfe das nicht so bleiben. „Im Kub wird tolle Arbeit geleistet, und das Programm kann sich sehen lassen. Es kann aber nicht sein, dass hier Künstler das Risiko tragen müssen, dass sie uns ein gutes Programm bieten“, so Lucas. Und so appelliert er an die Vertreter der anderen Fraktionen, darüber nachzudenken, den Etat des Kub so zu erhöhen. „Wir sollten das Kub-Budget anheben, um die Arbeit zu würdigen und um das Programm attraktiv zu halten“, ist der Christdemokrat überzeugt.

>Das neue Kub-Programmheft für den Zeitraum September bis Dezember 2018 wird abwechslungsreiche Kulturveranstaltungen mit bekannten Formaten und neuen Künstlern bieten. Es wird am am Donnerstag, 9. August, der Öffentlichkeit präsentiert.

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