Kultur kennt keine Pause

Sponsoren und Kulturmanager bereiten eine Veranstaltungsreihe im Marstall vor: (v.l.) Joachim Beckmann (Sparkasse), Karl-Heinz Färber, Sabine Schwarz (Theater und Musik), Matthias Knull (Sparkasse), Dr.  Eckhard Kohls und Armin Diedrichsen (Verein Marstall).   Foto: jpm
Sponsoren und Kulturmanager bereiten eine Veranstaltungsreihe im Marstall vor: (v.l.) Joachim Beckmann (Sparkasse), Karl-Heinz Färber, Sabine Schwarz (Theater und Musik), Matthias Knull (Sparkasse), Dr. Eckhard Kohls und Armin Diedrichsen (Verein Marstall). Foto: jpm

Ahrensburger Marstall und Verein Theater und Musik legen neue Veranstaltungsreihe auf

Avatar_shz von
11. Mai 2011, 07:23 Uhr

Ahrensburg | Die Kultur macht in Ahrensburg keine Sommerpause. In Zusammenarbeit mit dem Verein Theater und Musik bereitet der Marstall eine hochkarätige Veranstaltungsreihe vor. "Wir möchten damit die Lücke zwischen den Abokonzerten von Mai bis zum Herbst füllen", erklärt Karl-Heinz Färber. Zugleich können Künstler und Werke präsentiert werden, die den Rahmen des Abonnements sprengen würden.

Den Auftakt dieses musikalischen Frühlings macht das Ensemble für Alte Musik "Eranos" unter der Leitung von Frank Löhr. Die Musiker präsentieren am 26. Mai um 20 Uhr im Eduard-Söring-Saal Kompositionen aus dem Frühbarock, unter anderem von Monteverdi, Frescobaldo und Dowland. Frank Löhr ist als Musikprofessor und Leiter des Ahrensburger Kammerorchesters eine bekannte Größe im städtischen Kulturbetrieb.

Auch die talentierte Geigerin Dorothea Schupelius hat einen Bezug zur Schlossstadt. Hier lernte die heute in Berlin lebende Musikerin im Alter von acht Jahren das Geigenspiel bei Christiane Bornemann. Nach ihrem Umzug nach Berlin vervollkommnete sie ihr Spiel. Mit 15 Jahren gewann sie den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" mit der Höchstpunktzahl und erreichte den ersten Platz im Klassik-Wettbewerb in Berlin.

Begleitet wird das hoffnungsvolle Talent am 5. Juni von Zianaida Tovba am Klavier, auf dem Programm stehen unter anderem Beethovens Sonate Nr. 1 und Telemanns Fantasie. Das Konzert im Eduard-Söring-Saal beginnt um 17 Uhr.

Auch Justus Tennie ist ein hoffnungsvolles Talent aus der Region. Der 18-jährige Hoisdorfer steht kurz vor dem Abitur und studiert in Hamburg Musik bei Prof Michael Beißenhirtz. Justus Tennie hat ebenfalls schon verschiedene Musik-Wettbewerbe gewonnen. Er spielt am Sonntag, 19. Juni, um 18 Uhr im Marstall Werke von Beethoven und Chopin auf dem Klavier.

"Bösewichte in der Oper" sind das Thema des Baritons Matthias Klein. Der Opernsänger, Moderator und Kenner der Szene inszeniert mit Wagners "Trio brioso" eine Tour durch die Abgründe der Operngeschichte. Auch er tritt am 19. Juni im Marstall auf, um 18 Uhr.

Genreübergreifend wird das Konzert am 28. Mai sein, das um 20 Uhr im Marstall beginnt. "Klassik meets Blues" lautet das Motto für Herbert Wiedemann und Christian Willesohn. Freie Improvisationen wechseln mit klassischen Klängen, dabei sind musikalische Purzelbäume, Zwiegespräche und Einzelgänge zu erwarten.

Willisohn ist einer der profiliertesten Blues-Pianisten und -Sänger, er ist bei vielen Jazzfestivals wie dem in Montreux aufgetreten. Wiedemann hat sich als Professor für Klavier mit dem Schwerpunkt Improvisation an der Berliner Universität der Künste einen Namen gemacht. "Die Musiker spielen auf einem analogen und einem ditalen Flügel", erklärt Armin Diedrichsen vom Verein Marstall. "Wir möchten damit Grenzübergreifendes anbieten", sagt Eckhard Kohls vom Marstall-Verein.

Dieses Konzert wird von der Kulturstiftung der Sparkasse Holstein ermöglicht, die als Sponsor auftritt. "Wir fühlen uns dem Standort Ahrensburg sehr verbunden", sagt der Leiter der Filiale in der Schlossstadt, Joachim Beckmann. Deshalb unterstütze die Stiftung Kunstschaffende und den Marstall.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen