Bad Oldesloe : Künstlerische Visionen

Ein Zeitungsaritkel machte sie auf das Potenzial des Kurparks aufmerksam: Sandra Lange.
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Ein Zeitungsaritkel machte sie auf das Potenzial des Kurparks aufmerksam: Sandra Lange.

Wie könnte der Kurpark aufgewertet werden? Dieser Frage gingen Teilnehmer eines Arbeitskreises nach.

shz.de von
06. März 2018, 06:00 Uhr

Festliche Konzerte auf der Bühne, Bälle im Saal des Kurhauses und Touristen, die durch die Grünanlagen wandeln – der Kurpark während der kurzen Bad-Geschichte Oldesloes Kleinod und Aushängeschild. Noch immer ist er Naherholungsgebiet und grüne Lunge der Kreisstadt. Wäre dort nicht noch mehr möglich?

Seit Jahren wird in der Lokalpolitik über eine Aufwertung des Kurparks diskutiert. Im vergangenen Jahr war das Thema erneut auf dem Tisch, und dieses Mal kam es zu einem Arbeitskreis, der „Kurparkvisionen“ diskutieren sollte. Der Verein „Wir für Bad Oldesloe“ zeigte sich interessiert an dem Austausch, schließlich sieht man sich ja auch selbst als „Ideengeber“ für die Verschönerung der Kreisstadt. Sandra Lange vom Wir-Verein präsentierte nun einige Ergebnisse, die im Rahmen eines Arbeitskreises erstellt worden waren. Hierbei ging es vor allem um künstlerische Aspekte, aber auch durchaus auch reale Wünsche.

„Es war bei uns egal, ob ein Projekt finanzierbar ist oder realistisch. Im Mittelpunkt steht die Idee dahinter und sicherlich können einige Vorschläge auch direkt umgesetzt werden oder zumindest als Anregung dienen“, so Lange. „Wichtig war uns, dass der Fantasie keine Budget-Grenzen oder ähnliches gesetzt werden. Zunächst wurde befürchtet, dass nun große Tennishallen oder ein Stadion auf die Kurparkwiese fantasiert würden, aber das trat nicht ein“, erzählt Lange weiter.

Stattdessen geht es um durchaus realisierbar erscheinende, kleinere Vorhaben und Wünsche wie einen Steg in oder eine Brücke über den Salzteich, einen Konzertpavillon, eine Sonnuhr, Parcours für Hunde oder auch einen besonderen Stimmenautomat, die sich Christian Bernardy ausgedacht und bereits in einem Bild visualisiert hat. „Das Gesamtergebnis ist nun nicht dem und dem Verein zuzuordnen, es geht um das große Ganze. Wir haben außerdem auch kurze Interviews mit Bürgern geführt, was sie sich wünschen würden“, erklärt Lange. „Für mich ist es auch eine Erinnerung an die politischen Ausschüsse, dass das Thema nicht von der Tagesordnung verschwinden soll.“

„Die Ausstellung soll Politik, Stadt und Öffentlichkeit als Inspiration dienen“, sagt Lange. Ob es etwa eines Tages einen begehbaren „Barfußpfad“ geben kann, wie ihn sich Susanne Relling-Peters erdacht und in einem Diorama plastisch hat entstehen lassen oder ob die Feuerwehrkapelle eines Tages im weißen Pavillon spielt – all das ist ungewiss. Denn eingestellte Gelder wurden im Rahmen der aktuellen Haushaltssparmaßnahmen auch erstmal auf die vorläufige Einsparliste gesetzt, wie Agnes Heesch, Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, bestätigt.

„Einige Vorschläge wurden schon im Umweltausschuss präsentiert, andere werden sicherlich ihren Weg dorthin noch finden. Davon bin ich überzeugt“, so Agnes Heesch weiter. Sie bedankte sich für die gute Zusammenarbeit der unterschiedlichsten beteiligten Vereine. Die Arbeit sei sicherlich nicht umsonst. Der Prima-Malclub um Bodo Rahnenführer nutzte die Gelegenheit, um die Entwürfe gleich in kleine Kunstwerke einzubauen, die auch zum Verkauf stehen. Die Ausstellung der Malereien und anderer Bürgerideen zum Oldesloer Kurpark ist noch bis zum 17. März zu den bekannten Öffnungszeiten im Foyer des Kub zu sehen.


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