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Ahrensburg feiert Geburtstag : Künstler wollen Bienen retten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

700 Jahre: „Kunstraum Ahrensburg“ engagiert sich für Blumenwiesen als bunte Inseln für Bienen in der Stadt

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 17:21 Uhr

Die Wiesen, Grünflächen und Vorgärten der Schlossstadt sollen bunter werden – viel bunter. Diesen Ansatz verfolgen die Künstler der Initiative „Kunstraum Ahrensburg“. Dabei wollen sie allerdings nicht ihre Werke in den Vorgärten ihrer Mitbürger platzieren, sondern mit kleinen Saattüten dafür sorgen, dass überall kleine Blumenwiesen entstehen. Das Ganze heißt dann „Kunst findet Stadt“ und ist ein Teil der Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen Ahrensburgs.

Die Künstler wären natürlich keine Künstler, wenn sie einfach nur Blumensaat verteilen würden. Nein, die jeweils ungefähr zehn Gramm werden sich in individuell gestalteten Tüten befinden, die von den Kunstraum-Mitgliedern designt wurden. Am 7. Mai von 8 bis 16 Uhr werden die Künstler sie in der Filiale der Sparkasse Holstein verkaufen. Mindestens zehn Euro soll jede Tüte kosten. „Wer mehr geben möchte, kann gerne mehr geben“, wirbt Axel Richter von Kunstraum.

Der Erlös kommt den Jungimkern zugute. Denn die gesamte Aktion soll vor allem positiv für die Bienen sein. „Jeder Ahrensburger kann so seinen täglichen Einkaufsgang mit Kunst verschönern, seinen Vorgarten oder verwaiste Grünanlagen mit Blumenwiesen für Bienen aufwerten“, erklärt Richter die Idee. In der Heimatstadt des Biene Maja Schöpfers Waldemar Bonsels sei es schließlich Ehrensache, etwas für die schwarz-gelb gestreiften Insekten zu tun.

„In der Heimat der Biene Maja ist das ein aktueller Aufruf zur Schöpfungsverantwortung weit über die Stadtgrenzen hinaus“, so Richter. Wenn die Aktion gut laufe, soll sie sogar international für Aufsehen sorgen und beispielhaft sein. „Mittlerweile geht es manchen Bienen in der Stadt schon besser als auf dem Land, wo Monokulturen vorherrschen. In China bestäuben Menschen zum Teil Blüten selbst. Das klingt lustig, ist es aber nicht“, so Richter. Bürgermeister Michael Sarach zeigt sich begeistert: „Eine tolle Aktion zum Stadtjubiläum. Ich finde, dass diese Verknüpfung von Kunst und ökologisch-sozialer Verantwortung sehr gelungen ist. Wir überlegen schon, wie die Stadt sich einbringen kann.“ Vorstellbar sei, Grünflächen und -streifen zu Blumenwiesen umzufunktionieren. „Da muss ich dann nur hoffen, dass die Ahrensburger diesen Weg mitgehen, wenn das bunt ist, aber nicht akkurat gemäht.“

Nach der Sparkassen-Aktion am 7. Mai laden die Kunstraum-Künstler ein weiteres mal am 10. und 11. Mai ein. „16 Künstler werden ihre Ateliers für die Öffentlichkeit zugänglich machen und über ihre Arbeit und Werke informieren“,so Metta Braake. Am Samstag von 14 bis 18 und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr können dann auch noch Saat-Kunst-Tüten gekauft werden. Mehr Informationen zu dieser Aktion gibt es im Internet unter www.kunstraum-ahrensburg.de.

 

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