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Vor die Tür gesetzt : Kündigung – DLRG fühlt sich allein gelassen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gespräch mit der Verwaltung hat dem Verein nichts gebracht. Ahrensburger Retter brauchen neue Räume,

Im vergangenen Jahr hatte die DLRG Ahrensburg erst aus einer Sitzungsvorlage erfahren, dass ihr die Räume im Reeshoop gekündigt werden sollen. Im Sozialausschuss Ende Oktober hatten sich die Lebensretter zu Wort gemeldet. Und die Politiker hatten einstimmig die Verwaltung aufgefordert, gemeinsam mit der DLRG bis Dezember nach neuen Unterkünften Ausschau zu halten.

Seitdem war Weihnachten, ein Gespräch im Rathaus gab es erst vergangene Woche und das auch „nur weil wir nachgefragt hatten“, sagt Monika Raddatz (Foto), die stellvertretende DLRG-Vorsitzende. Neues kam dabei nicht auf den Tisch. „Zu unserer Zufriedenheit ist das nicht verlaufen. Uns wurde im Grunde gesagt, dass wir uns selbst um neue Räumlichkeiten kümmern sollen“, so Monika Raddatz.

Das ist leichter gesagt als getan: „Es ist fast unmöglich, in Ahrensburg irgendetwas Passendes zu finden, das noch bezahlbar ist.“ Bevor man die Räumlichkeiten im Reeshoop bezog, hatte die DLRG „40 Jahre lang gesucht.“ Das Holzhaus mit zwei Wohnungen war seinerzeit für Asylsuchende gebaut worden.

Genau dafür soll es jetzt, bei steigenden Flüchtlingszahlen, auch wieder verwendet werden. In den vergangenen 24 Monaten sind Ahrensburg 30 Asylbewerber zugewiesen worden, bis Ende 2014 wird mit bis zu 30 weiteren Zuweisungen gerechnet. Von derzeit 64 Asylbewerbern sind 46 in städtischen Unterkünften untergebracht, die Unterkünfte am Wulfsdorfer Weg und im Bornkampsweg sind komplett belegt. Auch Familien, die anerkannt sind, bleiben teils dauerhaft in den Unterkünften, weil „geeigneter Wohnraum in Ahrensburg nicht gefunden wird“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Der Mietvertrag mit der DLRG läuft bis zum 30. Juni und muss drei Monate vor Ablauf gekündigt werden. Die Ortsgruppe hat 440 Mitglieder, drei Viertel davon Kinder und Jugendliche. Im Reeshoop werden Schulungen in Erster Hilfe und für Rettungsschwimmer organisiert, es gibt Bastelabende und Vorstandssitzungen. Und die Nähe zum Badlantic ist für die Mitglieder ideal. Deshalb war auch überlegt worden, ob man den Badlantic-Besprechungsraum nutzen könnte. „Das hat das Badlantic bereits abgelehnt“, sagt Monika Raddatz. Und die Frage, ob man das Rettungszentrum für Seminare nutzen könne, wurde von der Feuerwehr noch nicht beantwortet.

Von den Kommunalpolitikern hat sich auch niemand bei der DLRG gemeldet, Die will sich heute im Sozialausschuss wieder zu Wort meldet. Große Hoffnungen, die Kündigung noch abwenden zu können, hat Monika Raddatz allerdings nicht. Die Sitzungsvorlage ist jedenfalls eindeutig.

Im Reeshoop könnten zwei Familien mit bis zu zwölf Personen untergebracht werden. Das reicht nicht. Man brauche noch weitere Wohnungen. Und die Holzhäuser im Wulfsdorfer- und im Bornkampsweg seien nach 20 Jahren abgeschrieben und angesichts nötiger Sanierungen zunehmend unwirtschaftlich.

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