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Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 08:49 Uhr

Krippengebühren steigen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

2016 Erhöhung um 3,7 Prozent / Bürgermeister Görtz: „Den größten Batzen zahlt die Stadt“

Vor einem Jahr demonstrierten die „bewegten Eltern“ gegen die Erhöhung der Kitagebühren in Bargteheide. Die wurden daraufhin nicht erhöht. Nach einer Nullrunde in diesem Jahr steigen die Krippengebühren im kommenden Jahr um 3,7 Prozent. Und das obwohl der Elternanteil von 45 auf 41 Prozent der Kosten gesenkt wurde. Diesmal regt sich kein Protest dagegen.

Vielleicht liegt es an der jetzt transparenteren Gebührenkalkulation. Denn nun werden nur die tatsächlichen Kosten einberechnet. „Zuvor wurden Zuschüsse des Kreises an die Träger mit einbezogen“, sagt Bürgermeister Dr. Henning Görtz. Die seien aber stark schwankend ausgezahlt worden und hätten so zu Intransparenz geführt. „Krippenplätze sind richtig teuer“, sagt Görtz. Die Kosten sind zurzeit mit 61,20 Euro angesetzt. „Den größten Batzen davon zahlt die Stadt“, sagt er. Die Ausgaben für die Kleinkinderbetreuung hätten sich in wenigen Jahren fast verdreifacht. Sie sind von 1,3 Millionen im Jahr 2009 auf jetzt 3,6 Millionen angestiegen“, sagt er. Das sei bedingt durch die Personalkosten und die hohen räumlichen Standards.

In nur einem Jahr sind die Krippenkosten um über 14 Prozent gestiegen. Der Stundensatz wird von 59,60 auf 61,92 Euro erhöht. Der Regelbeitrag für den Elementarbereich liegt jetzt bei 35,47 Euro pro Stunde, für den Hortbereich weiterhin bei 34,04 Euro.

„Die Betreuungskosten für Hort, Kindergarten und Krippe machen inzwischen zehn Prozent des städtischen Haushalts aus“, sagt Anke Schlötel-Fuhlendorf (SPD), die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport. Dort wurde die Anpassung einstimmig verabschiedet, auch der Finanzausschuss hat danach zugestimmt. „Wir müssen das Geld der Steuerzahler möglichst gerecht verteilen“, sagt sie. Zugleich wurden aber die Gebühren für Elementarkinder ab drei Jahren gesenkt. „Eltern zahlen 1,28 Prozent weniger, das macht 50 Cent pro Stunde aus“, sagt Anke Schlötel-Fuhlendorf.

Die Hortgebühr blieb unverändert. Der Ausschuss habe sich für die geringstmögliche Erhöhung der Krippengebühren ausgesprochen, erläutert sie. Für den städtischen Haushalt ergibt sich eine Mehrbelastung von 40 000 Euro im nächsten Jahr.

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