Kremper SPD fordert Abgang von Stegner

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22. März 2011, 07:50 Uhr

Krempe | Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner soll aus seiner Niederlage bei der parteiinternen Suche nach einem Spitzenkandidaten für die nächste Landtagswahl jetzt auch die persönlichen Konsequenzen ziehen. Das jedenfalls fordern die Mitglieder im SPD-Ortsverein Krempe. "Wenn nicht jetzt, wann dann?" ist eine auf der jüngsten Mitgliederversammlung beschlossene Resolution mit Blick auf den Landesparteitag Anfang April überschrieben. Aus Sicht der Kremper habe Stegner es nicht geschafft, die Partei zu einen. Die Marsch-Genossen halten ihn zudem für verantwortlich für den Bruch der Großen Koalition in Kiel und führen ihm bei den anschließenden Neuwahl das schlechteste Ergebnis in der SPD-Geschichte in Schleswig-Holstein vor Augen. Wörtlich schreiben die Kremper: "Es ist eine Farce, dass unser Parteivorsitzender sich als Machttechnokrat herausstellt." Und weiter: "Wir benötigen an der Spitze der Partei jetzt keine Kampfkandidaturen, sondern einen klaren Schnitt, der einen wirklichen Neuanfang bedeutet." Abschließende Forderung, die laut Mitteilung aus Krempe auch von den SPD-Ortsvereinen Eggebeck und Husby aus dem Kreis Schleswig-Flensburg so mit getragen wird: "Wir fordern, dass Ralf Stegner beim Landesparteitag nicht mehr als Landesvorsitzender antritt und bis dahin den Übergang moderiert." Nötig sei nun ein neuer Parteivorsitzender, der bei einem Großteil der Partei anerkannt ist und als Vermittler und nicht als Polarisierer auftritt.

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