zur Navigation springen

Bad Oldesloe : Kreisumlage wird wieder gesenkt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Haushaltsjahr 2014 schließt mit einem Überschuss von 14,7 Millionen Euro ab. 8,7 Millionen mehr als noch im Herbst prognostiziert.

Der Kreis hat fast neun Millionen Euro mehr in der Kasse, als man bei den Haushaltsberatungen gedacht hatte. Im Herbst war man von einem Defizit von 2,4 Millionen in diesem Jahr ausgegangen, hatte deshalb die Kreisumlage um 1,5 Punkte erhöht. 3,856 Millionen Euro sollten die Gemeinden zusätzlich überweisen.

Kritiker der Erhöhung wie der Bargteheider Bürgermeister und Sprecher der Stormarner Städte, Henning Görtz, hatte seinerzeit dafür plädiert abzuwarten und die Umlage lieber 2016 zu erhöhen, wenn es nötig ist. Die Begründung: Die Jahresabschlüsse des Kreises wären immer sechs bis zehn Millionen Euro besser ausgefallen als der Haushalt.

Mit sechs Millionen Euro hatte Kämmerin Christiane Maas im Herbst gerechnet, deshalb war die geplante Umlagenerhöhung bereits halbiert worden. Tatsächlich liegen jetzt 14,7 Millionen Euro in der Kasse. Das verkündete Landrat Klaus Plöger gestern gemeinsam mit den Vorsitzenden der Fraktionen, die am Donnerstagabend dazu tagten.

Ergebnis: „Wir senken die Kreisumlage wieder auf den alten Satz von 34,5 Prozent“, kündigte Landrat Klaus Plöger an. Formell ist dafür das Beteiligungsverfahren notwendig, nach dem eine Beschlussfassung des Kreistags erst im Juni möglich ist, mehr als eine Formalie sollte das aber nicht sein.

„Wir wollten so früh wie möglich informieren, damit die Bürgermeister schon mal planen können. Wir wissen, welche Anstrengungen in den Kommunen unternommen wurden und vor welchen Herausforderungen sie aktuell stehen“, so die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Joachim Wagner und Reinhard Mendel.

3,856 Millionen Euro sollen an die Städte und Gemeinden zurückfließen, 16,50 Euro je Einwohner. Für Ahrensburg mit rund 31500 Einwohnern wären das fast 520  600 Euro, für Bargteheide mit etwa 16  400 Einwohnern mehr als 270  000 Euro.

„Das ist eine frohe Botschaft, und ich hoffe, dass es in den Kommunen keine Diskussion darüber gibt, ob es nicht noch etwas mehr sein dürfte“, so Landrat Klaus Plöger. Den Großteil der positiven Überraschung, rund 4,8 Millionen Euro, behält der Kreis ja ein. Die Hälfte davon geht für das eingeplante Defizit drauf, weitere 1,1 Millionen für mittlerweile abzusehende Steuerausfälle. Und der ÖPNV in Bad Oldesloe, für den der Kreis laut Urteil zuständig geworden ist, solle ebenfalls aus dem Überschuss bezahlt werden. Plöger: „Dann bleiben noch noch ein paar hunderttausend Euro nach.“

Auch wenn sich der Überschuss aus dem letzten Haushaltsjahr nach dem alten Finanzausgleichsgesetz auf 1,47 Millionen Euro gegenüber den Ansätzen beläuft, macht die überraschende Verbesserung nur fünf Prozent des Gesamtvolumens aus, erläutert FDP-Fraktionsvorsitzender Karl-Reinhold Wurch. Mit seinen Kollegen war er sich aber dennoch einig, dass man künftig bessere Prognosen haben möchte.

 

zur Startseite

von
erstellt am 21.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen