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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 18:23 Uhr

Kreistag: Ja zu Neubau für Berufsschule

vom

5,7 Millionen Euro werden investiert

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kreis Steinburg | Trotz der Kostenexplosion schon im Planungsstadium: Der Steinburger Kreistag hat jetzt mit Verzögerung doch noch den Bau eines neuen Gebäudes am Regionalen Bildungszentrum (RBZ) beschlossen. Es gab lediglich eine Nein-Stimme. Statt der ursprünglich anvisierten rund 4,5 Millionen Euro wird das Projekt nun 5,7 Millionen Euro kosten. Weitere 580 000 Euro hatten Verwaltung und Architektenbüro bereits im Vorwege abgespeckt.

Geplant ist auf dem RBZ-Gelände ein Bauvorhaben mit drei Maßnahmen: Sanierung Gebäude 5 (Kfz-Werkstatt) sowie Abbruch und Neubau Gebäude vier (Multifunktionsraum und Klassenräume).

Über die Notwendigkeit des Baus gab es kaum Zweifel bei den Kreispolitikern - lediglich die unerwarteten Mehrkosten sorgten bei den Mitgliedern des Bauausschusses und des Kreitages für Bauchschmerzen. Aufstellungen über die Mehrkosten hatte die Bauverwaltung des Kreises nur an wenige Politiker versandt - und auch das erst am Sitzungstag (wir berichteten). Deshalb wurde der Beschluss in der zurückliegenden Sitzungsperiode vertagt.

Die nun vorgelegte Mehrkosten-Aufstellung zeigt detailliert die Positionen, die zusätzliche Gelder verlangen. Das geht von einer teureren Asbestsanierung (plus 22 5000 Euro) über Mehrmengen Beton (plus 75 0000 Euro) bis hin zum Bodenaustausch (plus 35 000 Euro).

"Mit einer vernünftigen Planung hätte es diese Holprigkeit nicht gegeben", betonte der SPD-Abgeordnete Volker Susemihl. 35 Jahre habe er größere und kleinere Bauten im Kreis begleitet, "so etwas ist aber noch nicht passiert".

Für Diskussionen sorgte ein FDP-Antrag: Die Liberalen plädierten für ein neues Gebäude ohne finanzielle Abstriche - ganz nach der ursprünglichen Planung. Damit hätten die Gesamtkosten bei 6,3 Millionen Euro gelegen. "Dann bekommt das RBZ ein Gebäude, das die Verantwortlichen so auch gewollt haben", betonte der FDP-Vertreter Marc Ehlers. Der FDP-Vorschlag hätte unter anderem weitere WC-Anlagen, einen höheren Mehrzwecksaal sowie Überdachung und Einzäunung bei den Fahrradabstellanlagen vorgesehen. Mit diesem Antrag stand die FDP bei der Abstimmung jedoch allein da. "Die Standards sind mit der Schulleitung abgestimmt", warb Werner Schultze (CDU) für die abgespeckte Planung. Im Übrigen habe der Bauausschuss eine tragbare Beschlussempfehlung erarbeitet. Diese beinhalte auch eine Einbruchsmeldeanlage (8000 Euro) und Riemchen statt Fliesen (plus 60 000 Euro), die im abgespeckten Programm zuvor nicht enthalten gewesen seien.

Eine Forderung der WiST fand dagegen eine Mehrheit. Das Kostenmanagement soll nicht allein dem Architekten überlassen werden, auch die Verwaltung soll sich damit beschäftigen. "Damit wir laufend einen Daumen auf den Kosten haben", erklärte WiST-Fraktionssprecher Hans Emil Lorenz.

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