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Das letzte Treffen dieser Art : Kreisfeuerwehrverband trennt sich von Traditionen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Künftig nur noch eine Versammlung im Jahr. Auch Kreisfeuerwehrmarsch wird nicht mehr stattfinden.

Es war das letzte Treffen dieser Art – die Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbands Stormarn, die am Dienstagabend im Forum des Großhansdorfer Emil-von-Bering-Gymnasiums stattfand. „Die Wehrführer und Amtswehrführer des Kreises haben entschieden, dass es künftig nur noch die Jahresversammlung des Verbands geben soll“, sagte Kreisbrandmeister Gerd Riemann vor den rund 150 Delegierten aus den 88 Stormarner Wehren und zahlreichen Gästen. Die neue Jahresversammlung ist 2016 für den 15. April in Tangstedt datiert.

Nicht nur dieses bei den Feuerwehren so beliebte „Treffen zwischen den Jahren“ entfällt, auch der seit 1977 jährlich veranstaltete Kreisfeuerwehrmarsch ist ab sofort Vergangenheit. „Aufwand und Arbeit standen in keinem Verhältnis mehr zum Ergebnis“, sagte Riemann und nannte die ständig gesunkenen Teilnehmerzahlen: Waren es im Jahr 2000 noch 935, wurden in diesem Jahr nur 190 Teilnehmer gezählt.

Hamburgs oberster Feuerwehrmann, Oberbranddirektor Diplom-Ingenieur Klaus Maurer, erinnerte in seinem Grußwort an die beiden Bunkerbrände in der Hansestadt in diesem Jahr und daran, wie wichtig der Schutz für die Einsatzkräfte sei. „Beim ersten Brand gab es eine Explosion und ein Löschtrupp wurde durch zwei Etagen geschleudert. Wir können froh sein, dass es keine Schwerverletzten gab“, sagte Maurer, der die Explosion in unmittelbarer Nähe selbst miterlebt hatte. Zu Beginn der Versammlung hatten die Delegierten in einer Schweigeminute des vor wenigen Wochen bei einem Einsatz in Marne getöteten 31-jährigen Feuerwehrmannes gedacht.

„Leider muss es erst immer ein tragisches Ereignis geben, um das Verständnis der Bevölkerung für die Kosten und Belange der Feuerwehren zu bekommen“, sagte der scheidende Landrat Klaus Plöger, der um das Vertrauen der Feuerwehren für seinen Nachfolger warb. Plöger spannte zugleich den Bogen zum Thema Flüchtlinge. „Zu sagen, wir schaffen das, genügt nicht – der Bund muss auch sagen, wie das zu schaffen ist“, dankte der Stormarner Landrat den Bürgermeistern und Einwohnern des Kreises für ihr Engagement.

Ganz kurz ging Plöger auf das selbst gewählte Ende seiner Amtszeit ein: „Ja, ich wurde gefragt, ob ich weitermachen möchte – aber es ist gut dann zu gehen, wenn alles geregelt ist.“

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