Bad Oldesloe : Kreiselbeschluss bekräftigt

So soll er aussehen: Die Kreuzung Mommsenstraße/Sülzberg soll durch einen Kreisverkehr übersichtlicher gestaltet werden. Das Projekt würde aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert.
So soll er aussehen: Die Kreuzung Mommsenstraße/Sülzberg soll durch einen Kreisverkehr übersichtlicher gestaltet werden. Das Projekt würde aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert.

Der FBO-Antrag zur Steichung der Mittel wurde vom Bauausschuss mit deutlicher Mehrheit angelehnt.

Andreas Olbertz. von
15. März 2018, 06:00 Uhr

An der Kreuzung Pölitzer Weg/Sülzberg/Mommsenstraße und Am Kurpark ist ein Kreisverkehr geplant und schon seit langem beschlossen (wir berichteten). 850 000 Euro stehen dafür im Haushalt bereit. Die FBO hält den Kreisel für überflüssig und gefährlich – er führe „zu einer Verkehrsgefährdung insbesondere für Radfahrer“. Im Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung beantragten die FBO deshalb die Streichung der Haushaltsmittel.

Der Kreisel hat eine lange Vorgeschichte. Im Rahmen von vorbereitenden Untersuchungen für das Integrierte Stadt Entwicklungskonzept (Isek) wurde auch eine Aufwertung des südlichen Stadteingangs mit Umgestaltung des Kreuzungsbereichs vorgeschlagen. Mit nur drei Gegenstimmen der Stadtverordneten wurde der Abschlussbericht inklusive des Kreuzungsumbaus im Juni 2009 angenommen.

Im ersten Anlauf hatte das Innenministerium für die Kreuzung allerdings keinen Fördermöglichkeit im Rahmen des Stadtumbaus gesehen. 2014 wurde ein zweiter Anlauf gestartet nachdem im April die Stadtverordneten einstimmig beschlossen hatten, die Bau des Kreisverkehrs als Einzelmaßnahme zur Förderung anzumelden. Damals wurde noch mit Kosten in Höhe von 550 000 Euro gerechnet. Mit dem selben Beschluss wurde auch der historische Friedhof beim Land angemeldet. Beide Projekte gingen durch, weshalb die Planung entsprechend vorangetrieben wurde. Mit dem Kreisel soll die Erreichbarkeit des Bahnhofs verbessert werden, für Radfahrer und Fußgänger würde eine sichere Querungsmöglichkeit geschaffen und wichtige Wegebeziehungen grade für den Linienbusverkehr verbessert.

Björn Schönefeld, bei der Kreisverwaltung für den ÖPNV zuständig, war extra in den Bauausschuss gekommen, um sich für den Kreisel stark zu machen. Für Busfahrer sei die Ampel an der Reimer-Hansen-Straße ein großes Problem, das zu Verzögerungen führe. Ein Kreisel würde ein deutlich flüssigeres Abfließen der Busse vom Bahnhof ermöglichen. „Jede Minute ist wichtig, weil dahinter an anderen Orten Bahnanschlüsse stehen“, machte er deutlich. Die Strecke Richtung Pölitz und Trittau könnte dann sogar billiger werden. Am Oldesloer Bahnhof gebe es täglich 185 Abfahrten.

Ein Argument, das Matthias Rohde (FBO) nicht weiter interessierte. „Eine Minute ist uns keine Million wert“, sagte er. Rohde geht davon aus, dass sich die Baukosten letztlich dahin entwickeln werden.

Von den anderen Fraktionen wollte niemand in eine neuerliche Diskussion einsteigen. Jeweils ein kurzes Statement für den Kreisel und dann ging es schon zur Abstimmung. Mit 9 zu 2 Stimmen wurde der FBO-Antrag abgelehnt. Es bleibt dabei, der Kreisel wird gebaut.

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