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Stormarner Tageblatt

24. November 2017 | 03:13 Uhr

Kreis: Bedenken gegen Windkraft in Hammoor

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auch der Wegfall vorhandener Gebiete wird kritisiert

von
erstellt am 09.Mai.2017 | 12:47 Uhr

Der Kreis hat „grundsätzliche Bedenken“ gegen die Ausweisung der Flächen bei Hammoor als Windeignungsbiet. Zweiter wesentlicher Kritikpunkt in der Stellungnahme für das Landesplanungsamt und die Staatskanzlei sind die vorhandenen Windkraft-Standorte, die in der neuen Planung nicht mehr auftauchen.

Sowohl bei der vorgesehenen Ausweisung von Vorranggebieten, die auf zehn Jahre befristet ist als auch für die Herausnahme bisheriger Eignungsgebiete stellt sich für den Kreis „grundsätzlich die Frage nach den Rechtsgrundlagen“. Im Fall von Travenbrück sei dem Datenblatt PR3  STO  403 „ansatzweise zu entnehmen“, dass der Schutz von Großvögeln ausschlaggebend gewesen sei. Für die anderen Gebiete in Rethwisch, Feldhorst, Rehhorst sowie Lasbek und Steinburg fehlten nachvollziehbare Begründungen. Die müssen nachgeliefert werden, fordert der Kreis, zumal für fünf Flächen rechtskräftige Flächennutzungs- und Bebauungspläne bestehen. Sollte es trotzdem beim Wegfall bleiben, müsse die Landesplanung darlegen, welche bauleitplanerischen, finanziellen und sonstigen Folgen für die Gemeinden zu erwarten seien.

Neue Flächen für Windräder möchte man dagegen kaum haben. Als weniger problematisch wird lediglich ein 15,7 Hektar großes Vorranggebiet bei Brunsbek beurteilt. Bei der etwas größeren Fläche südlich Heilshoop hat sich die Gemeindevertretung bereits gegen eine Ausweisung für Windenergie ausgesprochen und eine detaillierte Stellungnahme erarbeitet.

Die ist in der Gemeinde Hammoor in Vorbereitung. Die Position des Kreises zu den beiden Flächen ist eindeutig. Eine Teilfläche östlich des Kreuzes müsste verkleinert werden, weil die Windräder sonst zu nahe am Autohof stehen würden, der seit langem mit der Landesplanung abgesprochen sei.

Und bei der 67,3 Hektar großen Fläche zwischen A    1 und   21 „gibt es aus orts- und regionalplanerischer Sicht grundsätzliche Bedenken.“ Sowohl die Gemeinde Hammoor als auch die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft WAS und der Kreis würden im Autobahndreieck seit mehreren Jahren die Nutzung für Gewerbe und Autohof verfolgen. Es handele sich also um eine „planerisch verfestigte Siedlungsflächenentwicklung“.

Zudem sei das Gebiet Bestandteil mehrerer Entwicklungskonzepte, an denen auch die Landesplanung beteiligt war, etwa dem Regionalen Entwicklungskonzept (REK) und dem Leitfaden „Gewerbegebiete von überörtlicher Bedeutung an den Landesentwicklungsachsen“. Die Ausweisung für Wind würde die seit Jahren geplante Entwicklung stark einschränken oder verhindern, heißt es in der Stellungnahme. Vorrangfläche bedeutet, dass in diesen Gebieten für zehn Jahre nichts anders möglich ist, auch wenn dort keine Windräder gebaut werden. Die Flächen in und bei Hammoor sind für Repowering vorgesehen.

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