Krankenhaus mit neuem Chef

Hygiene ist wichtig: Geschäftsführer Philip Wettengel geht mit gutem Beispiel voran und desinfiziert seine Hände.
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Hygiene ist wichtig: Geschäftsführer Philip Wettengel geht mit gutem Beispiel voran und desinfiziert seine Hände.

Philip Wettengel: 36-jähriger Verwaltungswissenschaftler als neuer Geschäftsführer der Oldesloer Asklepios Klinik vorgestellt

Andreas Olbertz. von
12. Februar 2014, 00:34 Uhr

Chefsessel wieder besetzt: Robert Koch stand kaum zwei Jahre an der Spitze des Oldesloer Krankenhauses, jetzt hat die Asklepios Klinik einen neuen Geschäftsführer: Philip Wettengel.

„Die Halbwertzeit von Klinik-Geschäftsführern ist kürzer geworden“, erklärt der neue Chef. Wettengel ist 36 Jahre alt, hat Verwaltungs- und Politikwissenschaften studiert. Sechs Jahre war der gebürtige Offenburger bei der Damp-Gruppe in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig, wechselte vor zwei Jahre zu Asklepios und übernimmt schon eine Geschäftsführung – da ist Oldesloe bestimmt noch nicht die letzte Stufe auf der Karriereleiter. Deshalb beeilt sich Philip Wettengel klar zu stellen: „Ich will definitiv länger bleiben als zwei Jahre.“ Er kommt von der Altonaer Klinik, einem großen Haus. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe, weil die Wege hier kürzer sind und es einen persönlicheren Kontakt zu den Mitarbeitern gibt“, erklärt der Geschäftsführer. In der Oldesloer Klinik sei ihm sofort die Freundlichkeit des Personals aufgefallen – Kollegen und Patienten würden gegrüßt. „Diese Serviceorientiertheit ist nicht selbstverständlich“, weiß der Verwaltungsexperte. Das Haus sieht er gut aufgestellt. Zum ersten März wird mit Dr. Hamid Mofid – ein Spezialist für Tumor- und minimalinvasive Chirurgie – vom Israelitischen Krankenhaus Hamburg ein neuer Chefarzt der Chirurgie die Führungsriege komplettieren.

Auch von anderen Ende der Hierarchie gibt es gute Neuigkeiten. Die Tinte sei zwar noch nicht trocken, aber es zeichnet sich eine Lösung für die Krankenpflegeschüler ab. Sie sollen die Theorie zukünftig am konzerneigenen Bildungszentrum für Gesundheitsberufe in Hamburg lernen. „Damit wird es uns gelingen, die für das Haus wichtigen Ausbildungsplätze zu erhalten“, ist Wettengel überzeugt. Den zurzeit 31 Schülern spendiert Asklepios ein HVV-Ticket. Außerdem wurde die Vergütung für Pflegeschüler „signifikant“ erhöht. Der Geschäftsführer spricht von einem dreistelligen Betrag: „Wir nähern uns dem Hamburger Niveau.“

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