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Elmenhorst : „Kranken helfen und Leben retten“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Feuerwehr Elmenhorst organisiert zum dritten Mal eine Typisierungsaktion, ist aber enttäuscht über die Beteiligung anderer Wehren.

Sieben Stunden lang stand die Freiwillige Feuerwehr Elmenhorst am Wochenende im Mehrzweckhaus für ihre dritte Typisierungsaktion bereit. 213 überwiegend jüngere Leute – deutlich mehr weiblichen Geschlechts – waren dem Aufruf gefolgt, sich als Stammzell-Spender für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren zu lassen. Oft ist eine passende Spende die letzte Heilungschance für Leukämie-Kranke.

Die Zahl wertete Orts- und Gemeindewehrführer Bernd Fritz zwar als „sehr erfreulich“, zumal sich 162 Elmenhorster schon bei vorangegangenen Aktionen typisieren ließen, „sehr enttäuscht“ war Fritz aber darüber, dass nur 20 Feuerwehrleute gekommen waren. In Vorbereitung und Organisation hatte die 52-köpfige Ortswehr viel Zeit und Engagement gesteckt und auch alle 88 Stormarner Feuerwehren mit ihren rund 3000 Aktiven zur Teilnahme aufgerufen. Der KFV-Vorstand hatte die Aktion „ausdrücklich begrüßt“, so Kreisbrandmeister Gerd Riemann in einem Rundschreiben an die Wehren. „Aus dem Kameradenkreis hätten wir erheblich mehr Zulauf erwartet“, so Fritz.

„Total begeistert“ waren der Wehrführer und seine Leute aber vom Engagement einiger Elmenhorster Vereine. Die Prinzengarde des Karnevalsvereins mit Funkenmariechen Carolin Moses (22), Alexandra Hansen (21), Jenny Natzenberg (30), Cindy Schulz (21), Dana Schulz (21) und Steffi Witzlau (35) erschien in einheitlichem Outfit zur Typisierung. „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen. Jeder sollte sich Gedanken darüber machen, dass die Diagnose Blutkrebs jeden treffen kann“, so Carolin Moses und Jenny Notzenburg.

Die Fußballer des SC Elmenhorst traten samt weiblichem Anhang und mit Trainer Georg Jobmann gleich 28-köpfig an. „Wir wollen Kranken helfen und Leben retten“, so Christopher Moses. Die Fußball-Damen des JuS Fischbek kamen direkt vom Trainingsplatz in Fischbek für eine knappe Stunde vorbei. Trainerin und Vorsitzende Petra Abraham: „ Besonders motiviert sind wir dadurch, dass unsere Mannschaftskollegin Julia Stoll vor wenigen Monaten mit ihrer Stammzellenspende in Berlin einem Patienten helfen konnte.“

Als Proband Nummer 183 ließ sich Kreispräsident Hans-Werner Harmuth von Johanniter-Mitarbeiter René Lorenz Abstriche der Mundschleimhaut entnehmen „Es ist mir ein persönliches Anliegen“, sagte Harmuth, „man sollte auch über die persönliche Bereitschaft zur Organspende nachdenken.“

Die Kosten für Typisierungsaktion sowie die Beköstigung der Teilnehmer und Helfer hatte wieder ein Elmenhorster Ehepaar übernommen, das aber nicht genannt werden möchte. Die Registrierung einer Stammzell-Spende bei der DKMS kostet 50 Euro.

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