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Warteschleife : Krajinovic legt den Fokus auf seine Lehrprüfung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der verletzte Verteidiger von Fußball-Regionalligist SV Eichede hofft darauf, mit seinem Team auch in der kommenden Saison noch in Liga vier zu spielen. Derzeit konzentriert er sich auf seine Berufsausbildung.

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Der SV Eichede hat ein Problem in der Defensive. Der Fußball-Regionalligist aus Stormarn, der mittlerweile seit 18 Partien in Folge ohne Sieg ist, kassierte zuletzt bei Mitaufsteiger Eintracht Norderstedt eine 1:4-Pleite – nach zwischenzeitlicher 1:0-Führung. Nach Viererkette und dem Experiment Dreierkette in der Defensive steht eines fest: Die Steinburger benötigen im Abwehrverbund dringend echte Typen, Spieler die im Abstiegskampf die Ärmel hochkrempeln – und den drohenden Fall des Tabellenschlusslichts in die Schleswig-Holstein-Liga doch noch abwenden.

Ein Anforderungsprofil, das auf Petrik Krajinovic wie maßgeschneidert wirkt. Blöd nur, dass der Westerauer der Elf von Trainer Oliver Zapel bis zum Saisonende nicht zur Verfügung steht. Seit mehr als einem halben Jahr laboriert der stets bis in die Haarspitzen motivierte Kicker an den Folgen eines Kreuzbandrisses. „Ich würde natürlich gern helfen, doch es geht einfach nicht“, sagt Krajinovic, enttäuscht von seinem erzwungenen Zuschauer-Dasein. „Es tut weh, die Mannschaft nur von außen unterstützen zu können. Aber die Schmerzen, die ich dabei empfinde, sind natürlich ganz anders, als die körperlichen zuvor, diese Tortur, die ich bei den beiden Operationen über mich ergehen lassen musste.“

Die Diagnose: ein eingeblutetes Kreuzband, ein zerfetztes dazu, beide Menisken mussten genäht werden. Die ersten Partien nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer hatte der 21-Jährige wegen einer hartnäckigen Schambeinentzündung verpasst, ehe er sich im Spiel gegen den BV Cloppenburg die Kreuzbänder riss – das Abenteuer Regionalliga war für Krajinovic als Spieler schon früh beendet – zumindest in dieser Saison. „Für mich geht es definitiv erst im Sommer wieder richtig los“, sagte der Defensivspezialist. Nach dem derzeitigen Schongang-Programm mit Waldläufen und Fitnessstudiobesuchen hofft der 21-Jährige, spätestens zur Vorbereitung auf die neue Spielzeit wieder richtig loslegen zu dürfen.

So nutzt der Abwehrspieler die zwangsverordnete Freizeit, um seinen berufliche Karriere voranzutreiben und büffelt als Auszubildender im dritten Lehrjahr für seinen Abschluss zum Mechatroniker. Im Mai steht zunächst die theoretische Prüfung an. Im Juni folgt der Praxisteil. „Es ist natürlich mein nächstes großes Ziel, das es erfolgreich abzuschließen gilt. Darauf liegt der Fokus“, betont Krajinovic – und macht sich bereits Gedanken, wo es für den gebürtigen Hamburger weiter geht. Sein Vertrag beim SV Eichede läuft bis zum 30. Juni 2015 und gilt für die vierte und die SH-Liga. „ Ich hoffe, dass wir die notwendigen Zähler für den Klassenerhalt noch einfahren.“

Den Auftakt dazu können die Stormarner heute im Nachholspiel im heimischen Ernst-Wagener-Stadion gegen den SV Werder Bremen II machen. „Auch wenn Bremen im Moment als Tabellenzweiter einen richtigen Lauf hat, ist bei voller Konzentration sicherlich etwas möglich“, glaubt Krajinovic. Er wird das Match notgedrungen wieder von der Tribüne aus verfolgen.
Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, Ernst-Wagener-Stadion.

SR: Henrik Bramlage (Vechta).

Nicht dabei: Kemo Kranich (Innenbandriss im Knie), Malik Issahaku (gesperrt), Simon Koops (beruflich verhindert) sowie die Langzeitverletzten Dennis Wagner und Petrik Krajinovic; Fraglich: Moritz Hinkelmann und Malte Buchholz (erst Donnerstag ins Training eingestiegen).

Voraussichtliche Aufstellung des SV Eichede: Lucassen – Fischer, Jan-Ole Rienhoff, Marschner – Baloki, Heidenreich – Alassani, Khalil, Kossowski – Maltzahn – Huseni.

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