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Kosten für Kinderbetreuung und Schulen stark gestiegen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im Verwaltungshaushalts für Bargfeld-Stegen klafft ein Loch. Nach jetzigem Stand beträgt es 207  000 Euro, die am Gesamtvolumen von gut 4,9 Millionen Euro fehlen. Im Vermögenhaushalt von knapp 4,1 Millionen ist die Lücke noch größer. Die Gemeinde muss im nächsten Jahr Kredite in Höhe von 2,3 Millionen aufnehmen.

„Erstmals ist unser Haushalt nicht gedeckt, und die Reserven sind verbraucht“, sagte Jörg Niemeyer (CDU), Vorsitzender des Finanzausschusses. Trotzdem verabschiedete die Gemeindevertretung die Etats einstimmig. Bargfeld-Stegen plant den Neubau einer Feuerwache, der 1,7 Millionen Euro kosten soll. Der Altbau wird zu Jahresbeginn abgerissen, bis Ende 2017 soll die neue Wache fertig sein, die auf Drängen der Unfallkasse notwendig wurde. Der Standort in der Ortsmitte garantiert auch die 10-Minutenfrist für Einsätze.

Außerdem sind im Jahr 2017 Zahlungen an die Landgesellschaft für die Erschließung des Gewerbegebiets in Höhe von 1,4 Millionen fällig. Dabei sind noch Einnahmen aus dem Verkauf einiger Grundstücke möglich, die noch zu haben sind. „Das wird ein Nullsummenspiel für die Gemeinde“, sagt Bürgermeister Andreas Gerckens, „aus dem Verkauf wird die Investition langfristig refinanziert.“

Weitere 500 000 Euro wird der Ausbau der Kinderbetreuung kosten. Die sind für den die Erweiterung der Krippe von 25 auf 50 Plätze nötig. Bereits in diesem Jahr sind drei Räume für die offene Ganztagsschule entstanden. Nach dem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung wurde die Betreuungsquote bei unter Dreijährigen auf 35 Prozent geschätzt. Das sei viel zu niedrig, sagt Gerckens. Er hält 60 bis 70 Prozent eines Jahrgangs für realistisch. Im Haushalt sind die Kosten für Kinderbetreuung und Schulen am stärksten gestiegen. Die Posten belaufen sich jetzt auf mehr als 1,3 Millionen. Das Land ziehe sich auf einen Festbetrag fest und deckele so die Personalkosten. „Die Elternbeiträge sind eigentlich viel zu hoch“, so Gerckens, „auch der Kreis wäre in der Pflicht, sie zu entlasten.“

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