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Aufsteiger : Kossowski: Von der A-Klasse in die 4. Liga

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der 23-jährige Offensivspieler des SV Eichede beißt sich durch: Er kam aus der A-Klasse und war in dieser Saison in allen fünf Regionalliga-Partien des SVE von Anfang an dabei. Am Sonntag (15 Uhr) empfangen die Stormarner den VfL Wolfsburg II.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 15:32 Uhr

Der SV Eichede scheint in der Fußball-Regionalliga Nord angekommen zu sein. Durch das 3:1 in Cloppenburg – dem ersten Auswärtserfolg in der 4. Liga – verbesserte sich der Aufsteiger mit nunmehr sechs Punkten auf den elften Tabellenrang. Die harte Vorbereitung trägt Früchte. Und auch der zeitliche Mehraufwand durch den erhöhten Trainingsumfang und die weiteren Auswärtsreisen wird von den SVE-Kickern weggesteckt und nicht als Belastung angesehen. „Gerade das macht doch den Reiz aus und die Regionalliga so interessant“, bestätigt Offensivallrounder Andre Kossowski, der statt wie in der SH-Liga mit seiner Elf nun nicht mehr nach Lübeck, Ahrensburg oder Timmendorf reist, sondern nach Meppen, Oldenburg oder wie zuletzt ins gut 200 Kilometer entfernte niedersächsische Cloppenburg, um dort um Punkte zu spielen.

Für Kossowski sind diese Fahrten eine gelungene Abwechslung zum Alltag. Täglich fährt der gebürtigen Möllner nach Rehna (Nordwestmecklenburg), wo der Maschinenbau-Student derzeit ein Praxissemester absolviert. Für eine Freundin fehlt dem Single entsprechend die Zeit. Denn neben seinem Studium verlangt ihm König Fußball enorm viel ab.

Doch Kossowski nimmt den Aufwand gern in Kauf – hat er doch jahrelang darauf hingearbeitet. Es ist allerdings noch nicht lange her, da war der 23-Jährige auf den Dorfplätzen des Herzogtum Lauenburgs unterwegs. In den unteren Ligen produzierte er Tore am Fließband, so dass letztlich der SV Eichede auf ihn aufmerksam wurde. Über die Stationen Büchen-Siebeneichener SV und SSV Güster gelang dem Kraftpaket somit der Sprung von der Kreisklasse A bis in die 4. Liga. Und um dort zu bestehen, will der lauffreudige Offensivkicker weiter Gas geben. „Ich habe immer davon geträumt so hoch zu spielen, jetzt darf ich das“, so der 23-Jährige, der in allen fünf Regionalligapartien von Beginn an zum Einsatz kam. Am Ende der Fahnenstange aber ist Kossowski noch nicht angekommen, sieht noch Steigerungspotenzial – bei sich und seinen Mitspielern. „Der qualitative Unterschied zwischen SH- und Regionalliga ist groß. Doch ich bin mir sicher, dass wir noch besser spielen können. Wir werden beweisen, dass wir zu Recht in dieser Liga dabei sind.“

Die nächste Chance dazu haben die Stormarner am Sonntag, wenn die U23 des VfL Wolfsburg ab 15 Uhr im Ernst-Wagener-Stadion zu Gast sein wird. Für Kossowski ist das Duell mit dem spielstarken Bundesliga-Unterbau eine tolle Herausforderung, die ihm nicht unlösbar erscheint. „Wenn es uns gelingt, den Schwung aus der Cloppenburg-Partie mitzunehmen, wir wieder ordentlichen Fußball anbieten und kompakt stehen, dann ist was drin“, glaubt der 23-Jährige an eine realistische Chance und verspricht: „Verstecken werden wir uns jedenfalls nicht.“ Trainer Oliver Zapel hingegen warnt vor überzogenen Erwartungen. „Wir sind gut beraten die Kirche im Dorf zu lassen. Wolfsburg II verfügt über eine starke Truppe und gehört für mich zu den Titelfavoriten.“
Personallage: Es fehlen Kevin Heitbrock (Muskelbündelriss), Sebastian Meyer (Schambeinentzündung), Fynn Berndt (Bandscheibenprobleme) und Petrik Krajinovic (Kreuzbandverletzung). Fraglich ist, ob Michael Meyer und Benedict Kummerfeldt dabei sein können (Bänderdehnung).

Wieder dabei: Sammy Güzel (hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen).

Anpfiff: Sonntag;15 Uhr; Ernst-Wagener-Stadion.

Schiedsrichter: Fabian Porsch (Hamburg), Assistenten Markus von Glischinski und Martin Pfefferkorn.

Voraussichtliche Aufstellung des SVE: Lucassen – Koops, Jan-Ole Rienhoff, Issahaku, Fischer – M. Hinkelmann, M. Meyer (Seiler) – Kummerfeldt, Maltzahn, Kossowski – Huseni.

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