zur Navigation springen

Antrag zurückgezogen : Koops gibt auf: Kein Tagebau in Grande

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Unternehmen Kieswerk Grande Koops GmbH & Co. KG hat seinen Antrag auf Betrieb eines Quarzsandtagebaus in Grande zurückgezogen. „Das ist ein großer Sieg, der mit Unterstützung ganz vieler errungen wurde“, sagt Bürgermeister Heinz Hoch.

von
erstellt am 21.Jan.2014 | 12:45 Uhr

Seit 30 Jahren kämpft Bürgermeister Heinz Hoch gegen Kiesabbau in Grandes Gestern Nachmittag um 15.30 Uhr klingelte sein Telefon. Am Apparat der Anwalt der Gemeinde. Seine Worte: „Es ist Aus und vorbei, Der Antrag auf Kiesabbau wurde zurückgezogen, das Verfahren eingestellt.“

„Das ist ein großer Sieg. der mit Unterstützung ganz vieler errungen wurde“, sagt Heinz Hoch. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Clausthal-Zellerfeld gab gestern die Mitteilung heraus, dass das Unternehmen Kieswerk Grande Koops GmbH & Co. KG hat seinen Antrag auf Betrieb eines Quarzsandtagebaus zurückgezogen habe. Auf einer rund 80 Hektar großen Fläche direkt am Ort hatte man über einen Zeitraum von 30 Jahren Quarzsand abbauen wollen.

Eine Vorgängerfirma von Koops wollte bereits in den 1980er Jahren in Grande Kies abbauen, war aber in zwei Anläufen gescheitert. 2008 gab es einen neuen Antrag, dieses mal mit Quarzsand. Weil der als Bodenschatz gilt, war nicht mehr das Land, sondern das Landesamt in Niedersachsen zuständig.

Auf rund 400 Einwendungen von Institutionen, Bürger und Politik reagierte die Firma 2012 mit einem teilweise veränderten Antrag. Der wurde neu ausgelegt, und die alten Einwendungen sollten nicht mehr gelten. Nun kamen aber 1100 Einwendungen von Bürgern und Kommunen.

Bei der Anhörung im November in Trittau sahen die Koops-Vertreter ihre Felle schnell davonschwimmen und stellten am zweiten Tag den Ahtrag, das Verfahren abzubrechen. Das LBEG räumte der Firma Zeit bis 21. Februar ein, um ihren Antrag zu überprüfen. So lange brauchte man in Glinde nicht. Die Fortführung der Planfeststellung sei wirtschaftlich nicht mehr vertretbar sei, teilte Koops mit. Das LBEG stellte das Genehmigungsverfahren ein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen