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Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 14:23 Uhr

Kliniken im Norden: Patienten zufrieden

vom

1,5 Millionen Versicherte befragt / Großhansdorfer Krankenhaus mit vorn

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Kiel | Die große Mehrheit der Schleswig-Holsteiner ist zufrieden mit ihren Krankenhäusern: 82 Prozent würden die Klinik weiterempfehlen, in der sie behandelt wurden. Das zeigt die größte Patientenbefragung, die es bislang in Deutschland je gab.

Die Krankenkassen AOK und Barmer GEK fragten 1,5 Millionen Versicherte nach ihren Erfahrungen während des Klinikaufenthalts - darunter auch 14 000 Schleswig-Holsteiner. Davon waren 83 Prozent zufrieden mit der ärztlichen Versorgung, 82 Prozent mit der Pflege und 78 Prozent mit Organisation und Service. Einsehbar sind die Ergebnisse auf dem Internetportal www.weisse-liste.de. Es soll Patienten bei der Suche nach einem geeignetem Krankenhaus helfen.

"Im Vergleich der Kliniken zeigen sich Unterschiede", erklärt Thomas Wortmann, Chef der Barmer GEK im Norden. So zeigt die Liste für "Kniegelenksathrose", dass das Hamburger Tabea Krankenhaus und die Klinik Manhagen (Großhansdorf) mit je 95 Prozent am häufigsten weiterempfohlen werden, das private St. Elisabethkrankenhaus in Kiel (Lubinus Gruppe) kommt auf 93, die Ostseeklinik Damp auf 88 Prozent. Beim Uniklinikum Kiel und bei der Flensburger Diako sprachen nur 78 von Hundert diese Empfehlung aus. Schlusslicht ist die Helios Klinik in Schleswig (63).

Steht eine "Reparatur" einer Herzklappe an, würden ebenfalls nur 63 Prozent zur Behandlung in Schleswig raten. Favorit ist das israelitsche Krankenhaus in Hamburg (93). Immerhin 84 Prozent würden die Segeberg Kliniken empfehlen, 81 Prozent das Westküstenklinikum und 72 Prozent das Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster.

"Bei der schwierigen Entscheidung für eine Klinik können Patientenerfahrungen wichtige Anhaltspunkte liefern", ist sich Kiels AOK-Chef Martin Litsch sicher. Immer mehr Versicherte wünschten sich solche Informationen im Vorfeld eines Krankenhausaufenthalts.

Dass von den 75 Krankenhäusern im Norden nur die Ergebnisse für 39 Häuser veröffentlicht wurden, liegt daran, dass bei den anderen noch nicht die erforderlichen 75 Patientenrückmeldungen vorliegen.

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