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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 06:09 Uhr

Klimaschutz in der Vogelsiedlung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bargteheide bietet besonderes KfW-Sanierungsprogramm für Privateigentümer / Gemeinsam Kosten sparen

Die Eigentümer der Gebäude in der Bargteheider Vogelsiedlung erhalten jetzt Hilfe bei der energetischen Sanierung ihrer Immobilien. Die Stadt nutzt dafür ein Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Das Besondere daran ist der Bezug auf das gesamte Quartier. Dabei werden die Bewohner einbezogen, sie erhalten Mustersanierungskonzepte für ihre Häuser. Zugleich gibt es eine Beratung über mögliche Fördermittel. Wenn sie sich für eine Sanierung zusammentun, können sie obendrein Kosten auch sparen.

„Wenn die Dächer oder Heizungen einer ganzen Reihenhauszeile gemeinsam saniert werden, können dadurch Kosten gespart werden“, sagt Klimaschutzmanagerin Ulrike Lenz. Das Projekt sei ein wesentlicher Teil des Klimaschutzprojekts der Stadt, so Bürgermeister Dr. Henning Görtz: „Wir möchten möglichst viele Menschen dafür begeistern.“ Für die Eigentümer sei die Beratung kostenlos und unverbindlich. „Durchblick für den Förderdschungel“, verspricht Ulrike Lenz. Das Land und der Bund mit der KfW fördern die energetische Sanierung.

Die Gesellschaft Frank Ecozwei hat einen Wettbewerb der Stadt gewonnen und betreut das Projekt für ein Jahr. „Wir starten jetzt eine Befragung der Bewohner, um ein Konzept zu erstellen“, sagt Energieberater Holger Zychski. Eine erste Info-Veranstaltung ist am Montag, 18. April, im Schützenhof geplant. Beginn ist um 18.30 Uhr. Weitere sollen folgen. Außerdem eröffnet die Frank Ecozwei ein Beratungsbüro im Seniorendorf und erstellt eine Internetseite mit Sanierungstipps.

Der Begriff Vogelsiedlung leitet sich von den Straßennamen wie Amselweg im Quartier her. Einbezogen wird aber auch das angrenzende Gebiet am Hasselbusch. Zusammen sind das etwa 350 Haushalte. Die Reihenhäuser aus den 1960er Jahren haben eine ähnliche Gebäudestruktur und bieten sich deshalb besonders an. „40 Prozent der in Deutschland verbrauchten Energie geht auf das Konto von Wohnimmobilien“, so Görtz. Die Stadt gehe bei der Sanierung ihrer Liegenschaften mit gutem Beispiel voran, jetzt hoffe sie auf das Engagement der Privateigentümer für den Klimaschutz.




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