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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 08:37 Uhr

Bargteheide : Klima-Konzept im Quartier

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Ausstoß von Treibhausgasen soll bis 2020 um 20 Prozent reduziert werden: 100 Hausbesitzer informierten sich über energetische Sanierung.

Gut 100 Hauseigentümer aus der Bargteheider Vogelsiedlung informierten sich jetzt über die geplante energetische Sanierung ihres Quartiers. Auf freiwilliger Basis sollen Hausbesitzer dabei unterstützt werden, ihren Energieverbrauch zu senken. Dazu ist zunächst eine Fragebogenaktion geplant. Dabei geht es um den bisherigen Energieverbrauch und den Zustand der Gebäude. Mit der Auswertung der Daten werden kostenlose Musterkonzepte zur Sanierung erstellt. „Die Fragebögen werden anonymisiert“, sagt Holger Zychski von der Frank Ecozwei, „wir sind auf ihre freiwilligen Angaben angewiesen.“ Mindestens 40 Prozent der Hausbesitzer müssten dabei mitmachen.

Die Frank Ecozwei hat eine Ausschreibung der Stadt gewonnen. „Ziel ist eine Reduzierung der Treibhausgase um 20 Prozent bis zum Jahr 2020“, sagt Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth. Die Stadt mache schon ihre Hausaufgaben: „Durch das Nahwärmenetz fürs Freibad und das Gymnasium Eckhorst wird der Ausstoß von Kohlendioxid um 80 Prozent gesenkt“, nennt sie ein Beispiel. Jetzt seien auch die Hauseigentümer gefragt. Die Bundesregierung fördert das Projekt und übernimmt 80 Prozent der Kosten. Den Rest trägt die Stadt.

In einem ersten Schritt sollen Daten über die vier Gebäudetypen im Quartier gesammelt werden. Das umfasst neben der Vogelsiedlung auch Teile vom Hasselbusch. „Wir prüfen auch mit Thermografie, welche Gebäudeteile die höchsten Wärmeverluste aufweisen“, sagt Architektin Carina Lenschow. Auch Risse, Schallschutz und eindringende Feuchtigkeit würden berücksichtigt.

Nach der Auswertung erhalten die Hausbesitzer Vorschläge und eine Kostenberechnung für die Sanierung. Ausführlich wird dabei auch über mögliche Fördermittel informiert. Noch mehr Geld können sie sparen, wenn sie sich zu Einkaufsgemeinschaften zusammenschließen. Als Anreiz zum Mitmachen bei der Fragebogenaktion sind fünf Preise ausgesetzt. Drei Energiebedarfsausweise und zwei Saisonkarten fürs Freibad sind zu gewinnen.

Das Projekt soll bis Ende des kommenden Februars laufen. Ab nächsten Dienstag gibt es auch ein Büro im Seniorendorf, das dann jeweils von 10 bis 11 Uhr öffnet. Geplant sind weitere Infoveranstaltungen.

„Es wird schwierig, eine Menge von Individualisten auf einen Nenner zu bringen“, urteilt Cord Denker. Ein anderer Besucher findet die Idee gut: „Es wäre toll, wenn es weitergeht und sich eine Einkaufsgemeinschaft zusammenfindet. Wenn es um 70 statt um ein einzelnes Dach geht, werden bei Handwerkern günstigere Preise erzielt.“ Es sei auch gut zu wissen, welche Investition sich am schnellsten bezahlt mache.


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