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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 03:42 Uhr

Bargteheide : Klezmer trifft Kirche

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Premieren, Orgelpunkte & mehr: Die Konzertreihe „Musik am Sonntag“ zieht Neugierige und Musikbegeisterte gleichermaßen an

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2016 | 06:00 Uhr

Klezmer, junge Talente und ein Orgelfest – die Ev. Kirchengemeinde in Bargteheide ist schon seit längerer Zeit in der Region für ihr besonderes Konzert- und Kulturprogramm bekannt. Und dieser gute Ruf unter Kultur- und Kirchenfreunden soll 2016 bestätigt werden. „Wir haben auch für dieses Jahr wieder eine gute Mischung zusammengestellt“, sagt Stephanie Steinbuck, Vorsitzende des Kirchenmusikfördervereins, zur Konzertreihe „Musik am Sonntag“. Es sei ein Konzept, das sich etabliert und bewährt habe.

„Es kommen immer viele Neugierige und Musikbegeisterte zu unseren Konzerten. Das ist sehr erfreulich und die Kirche noch klein genug, um für eine familiäre Wohnzimmer-Konzert-Atmosphäre zu sorgen“, so Pastor Jan Roßmanek. Er freue sich auf die anstehenden Auftritte. Den Auftakt machen am 24. Januar, 18 Uhr, Ingolf Burkhardt und Roland Cabezas mit Präsentation ihrer neuen Jazz-CD „Alone Together“ (wir berichteten). „Das ist schon ein besonderes Highlight gleich zu Beginn“, freut sich Stephanie Steinbuck – und eine Premiere.

Weiter geht es am 21. Februar mit „Jugend musiziert“ ab 16 Uhr. „Solange es Interesse an dieser Veranstaltung gibt und die entsprechenden Talente, werden wir diesen Programmpunkt auch weiter in unseren Planungen haben“, sagt Roßmanek. Am 22. Mai gibt es ab 18 Uhr dann zum ersten Mal überhaupt Klezmer-Musik in der Bargteheider Kirche. „Das wird eine tolle Premiere: Die sieben Musiker werden ordentlich für Stimmung sorgen. Klezmer, Balkanklänge, Swing, aber auch Klassik beinflussen die Band Yxalag“, erklärt der Pastor: „Und sie sehen dabei auch noch verdammt cool aus.“

Am 26. Juni geht es mit dem traditionellen regionalen Sommermusikfest weiter. Am 31. Juli – mitten in den Sommerferien – gastiert der Oldesloer Kirchenmusiker Henning Münther gemeinsam mit Saxophonist Frank Lunte in Bargteheide. „Es gibt da gar kein Konkurrenzdenken oder so. Wir freuen uns, dass Henning Münther erneut hier spielt. Seine Konzerte haben einen ganz eigenen Fankreis, der auch treu zu den Auftritten kommt. Das wird bestimmt wieder gut“, ist sich Roßmanek sicher.

Am 28. August soll dann das große Orgelfest begangen werden. „Wir feiern dieses Mal die neue Orgel, die 1696 eingeweiht wurde. Wir haben Unterlagen aus dieser Zeit. Bei der Feier soll es ein Orgelkonzert und Kammermusik des Barocks zu hören geben“, erklärt Bargteheides Kirchenmusiker Andis Paegle: „Dieses Jahr feiern wir die alte Orgel und nächstes Jahr den Geburtstag der renovierten Orgel.“

Am 17. September, das ist dann mal kein Sonntag, sondern ein Sonnabend, steht wieder die „Nacht der Kirchen“ auf dem Programm. Die findet bereits zum 13. Mal statt. „Eigentlich Wahnsinn, dass wir das hier schon so lange machen. Die Nacht der Kirchen ist wirklich ziemlich aufwändig für uns alle im Bezug auf die Organisation, Abstimmung und Durchführung. Aber sie ist so beliebt, dass wir sie gerne wieder machen. Solange die Menschen gerne diese Nacht der Kirchen wollen und sie annehmen, sollten wir die Tradition auch fortsetzen“, erklärt Roßmanek. In der Zeit vom 4. bis 7. Oktober sollen dann die beliebten „Orgelpunkte“ wieder neugierige Musikfans in die Kirche locken. „Ebenfalls eine Veranstaltung, die sehr gut ankommt“, weiß Paegle.

Am 9. Oktober gibt es ab 18 Uhr dann ein Benefizkonzert für die Bensmann-Orgel mit Musikstudenten. Am 27. November lautet das Motto „In dulci jubilo“ und am 11. Dezember gibt es gleich zwei besondere Veranstaltungen. „Wir werden erst einen ,Messias’ von Händel für Kinder auf die Bühne bringen – am Nachmittag. Am Abend findet dann das große ,Messiah’-Konzert statt mit der Bargteheider Kantorei und Gastsängern- und -Instrumentalisten“, berichtet der Kirchenmusiker.

„Die junge Tradition, am Nachmittag ein Konzert für Kinder zu geben, möchten wir weiter pflegen und noch verbessern. Wir stellen uns auch kleine schauspielerische Einlangen vor. Da sind wir schon im Gespräch mit der Schauspielschule des Kleinen Theaters“, so Roßmanek. Zum Jahresabschluss dürfe dann die Silvesterfeier in der Kirche nicht fehlen. Am 31. Dezember soll das Motto „Eine Stunde vor Mitternacht: Eddi, Johny und Janni an Silvester“.

„Da werden wir in diesem Jahr auf fröhlich-beschwingte Musik zum Mitsingen und Mitschunkeln setzen. Wenn Mitbürger gerne Silvester in der Kirche feiern wollen, sollten wir dieses Angebot auch erhalten“, meint Roßmanek. „Wie man sieht, haben wir uns wieder eine Menge überlegt und vorgenommen“, schaut Vereinschefin Stephanie Steinbuck zufrieden auf das Programm.

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