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Das Oldesloer Weihnachtsgeschenk : Klettern, hangeln und verstecken

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Kinder des Kinder- und Jugendhauses St. Josef wünschen sich ein Baumhaus.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 00:34 Uhr

Das Projekt „Baumhaus“ des Kinder- und Jugendhauses St. Josef nimmt langsam Gestalt an. Ein erster Spendenaufruf des Stormarner Tageblatts hat schon viele Bürger motiviert, das tolle Natur-Projekt der Einrichtung mit einem Geldbetrag zu unterstützen und so den Kindern zu einem lang ersehnten Weihnachtsgeschenk zu verhelfen. „Schön ist auch, dass sich nach dem Aufruf des Stormarner Tageblatts der ASB bei uns gemeldet hat und uns gemeinsam mit dem THW tatkräftige Unterstützung anbietet“, freut sich Einrichtungsleiterin Birgit Brauer.

Das Baumhaus soll auf und um eine alte Weide inmitten eines noch jungen, kleinen Waldes und einer angrenzenden Feuchtwiese auf dem großen Außengelände des St. Josef-Stifts am Wendum entstehen. Es ist für Kinder aller Altersgruppen konzipiert und bietet Treffpunkt und Naturerlebnis, Aussicht, Anregungen zum Spielen, Abhängen und Klettern.

Zehn Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren haben sich intensiv mit der Umgestaltung des einstigen monotonen Fichtenforstes in einen standortgerechten Laubmischwald auseinandergesetzt und entwickelten schließlich die Idee, ein Baumhaus auf dem großen Außengelände zu errichten. Dafür ist eine alte Weide vorgesehen. Die Kinder und Jugendlichen möchten sich in dem Baumhaus aufhalten, klettern, zu jeder Jahreszeit in ihrem Baum spielen und dem jungen Wald beim Wachsen zusehen.

Die Mädchen und Jungen skizzierten und diskutierten ihre Ideen auf Papier und richteten sich schon mal gedanklich in ihrem Baumhaus ein.

In weiteren Gruppentreffen wurde wegen des fehlenden Stromanschlusses auch intensiv diskutiert, welche Möglichkeiten der alternativen Energiegewinnung umsetzbar sein könnten. Jedes Kind hat für sich oder in Gruppen ein Modell aus Holz für sein Baumhaus gebaut, außerdem Kataloge gewälzt und es wurde viel diskutiert.

Nach den Ideen der Kinder hat ein Planer für Holzspielgeräte bereits ein sehr vielseitig konzipiertes Baumhaus für die vorhandene Weide entwickelt und geplant. Das Baumhaus ist aus gewachsenem Robinienholz. Dieses heimische Holz ist besonders resistent gegen holzzerstörende Pilze und Insekten und damit sehr langlebig, auch ohne giftige Imprägnierung. Da die einzelnen Holzbauteile nicht in geraden Formen gesägt, sondern in ihrer natürlichen Wuchsform verbaut werden, entsteht ein äußerlich sehr natürlich und die Fantasie anregendes Baumhaus.

Der überdachte Teil des Hauses wird neben der Weide in etwa zwei Meter Höhe errichtet und hat eine Grundfläche von 1,80 mal 1,70 Meter. Außerdem soll eine Terrasse um den Baum verlaufen und ihn auch in Höhe der Baumkrone erlebbar machen. „Das Baumhaus ist deshalb ein maßgeschneidertes Unikat und hat natürlich seinen Preis“, sagt Landespflegerin Sunna Wachholz, die das Projekt planerisch unterstützt. So gebe es unterschiedliche Spielebenen und vielfältige Auf- und Abgänge mit Kletterstange, Kletterpfahl mit Dreiecknetz, Strickleiter, Klettertau, Sprossenleiter und Kletterwand. Alle verwendeten Materialien sind sehr stabil und halten einem hohen Spieldruck stand.

Das Baumhaus in der alten Weide bietet den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, den Baum, den umliegenden jungen Wald sowie seine natürlichen Bewohner hautnah und „auf Augenhöhe“ in allen Jahreszeiten zu erleben und zu begreifen. Gleichzeitig ist es eine attraktive Begegnungsstätte, ein vielgestaltiges Klettergerät und ein überdachter Rückzugsraum in der Natur. Fakt ist aber auch, dass ein solches Baumhaus leider sehr teuer ist und nicht aus dem Etat des Kinder- und Jugendhauses St. Josef allein finanziert werden kann. Deshalb hoffen die Kinder nun auf die großzügige Spendenbereitschaft der Leser des Stormarner Tageblatts.

 

 

 

 

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