Tremsbüttel : Klettergerüst am Hang oder eine Matschanlage

Nadine und Djordje Lazarovic möchten den Spielplatz an der Tremsbütteler Claudiusstraße attraktiver gestalten.
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Nadine und Djordje Lazarovic möchten den Spielplatz an der Tremsbütteler Claudiusstraße attraktiver gestalten.

Die Spielplatz-Initiative Tremsbüttel hat sich für die Anlage in der Claudiusstraße viel vorgenommen.

shz.de von
23. Juli 2015, 13:33 Uhr

Noch hat die Spielplatz-Initiative Tremsbüttel eine Chance, mindestens 1000 Euro für ihren Plan zu gewinnen. Sie nutzt dazu eine der Abstimmungen im Internet, die zunehmend für die Produktwerbung eingesetzt werden.

„Die Fanta-Stiftung hat 100 Preise für Kinder- und Jugendprojekte ausgelobt“, sagt Nadine Lazarevic. Die Initiative ist zurzeit auf Platz 120, hat also gute Chancen, zumindest diesen Betrag zu gewinnen. Für den ersten Platz sind 20  000 Euro ausgesetzt.

Es geht dabei um zusätzliche Spielgeräte für den Spielplatz am Ende der Claudiusstraße. Im Viertel wohnen viele Neubürger mit Kindern. „Bisher stehen dort nur eine Netzschaukel, eine Seilbahn und ein Ausguck“, sagt Nadine Lazarevic. Die Wiese sei zwar traumhaft schön, aber die Ausstattung mit Spielgeräten nicht sehr attraktiv. „Viele fahren mit ihren Kindern deshalb extra auf einen der Bargteheider Spielplätze“, sagt sie. Die Anlagen „Am Krögen“ oder „Am Maisfeld“ seien beispielhaft.

Die Initiative möchte den Tremsbütteler Spielplatz mit einem Klettergerüst am Hang oder mit einer Matschanlage ausstatten. „Das wäre kindgerecht für die Altersgruppe von vier bis zehn Jahren“, sagt Nadine Lazarovic. Wie teuer das wird, stehe noch nicht fest. Zwar hätten viele Familien eigene Spielgeräte auf ihrem Grundstück aufgebaut. Sie vermisst aber die Kommunikation mit anderen Eltern und unter den Kindern, die sich auf einem öffentlichen Spielplatz ergibt. „Im Neubaugebiet sind 95 Prozent der Bewohner Neubürger.“

Die Initiative hofft auch auf weitere Geldquellen. „Die Gemeinde Tremsbüttel hat das Vermächtnis eines Ehepaars erhalten, das für die Kinder- und Jugendarbeit zweckgebunden ist“, sagt Nadine Lazarovic. Etwa 7000 Euro seien in diesem Topf noch vorhanden. Darüber muss die Gemeindevertretung entscheiden. Die Initiative hat ihre Pläne dort bereits vorgestellt, aber noch kein grünes Licht dafür bekommen.

„Wir geben unser Bestes“, sagt sie, „wir haben Plakate im Dorf aufgestellt und Handzettel verteilt.“ Am Wochenende wollen die sechs Engagierten von Tür zu Tür gehen und um Spenden bitten. Fünf Mütter und ein Vater sind in der Initiative aktiv.
Jeder kann noch mehrmals für das Projekt abstimmen. Die Aktion läuft noch bis zum 31. Juli, und alle 24 Stunden kann erneut eine Stimme abgegeben werden.

Wichtig ist es dabei, sich auf der Seite einzuloggen und den eigenen Standort mitzuteilen. Nur dann werden die Spielplätze in der Umgebung angezeigt. Ansonsten erscheint eine Deutschland-Karte mit allen 384 Bewerbern, auf der Tremsbüttel praktisch nicht auffindbar ist.


http:/spielplatzinitiative.fanta.de



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