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Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 19:59 Uhr

Bargteheide : Kleines Theater wird aufgemöbelt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Umbau startet im Sommer: Vom Lift für Gehbehinderte über Extra-Kassenhäuschen bis hin zu neuen Teppichböden und Vorhängen.

Nach zwölf Jahren ziehen Kinobetreiber Hans-Peter Jansen und Gastronom Baki Abazi positive Bilanz. Es tut sich was im Kleinen Theater, sagen die Pächter des Kinos „Cinema Paradiso“ und des Restaurants „Papillon“ einhellig. Dazu hat offenbar der Förderverein fürs Theater beigetragen. „Er ist jetzt unsere Brücke zur Verwaltung“, sagt Jansen. Damit habe sich die Kommunikation wesentlich verbessert: „Ein Umdenken hat stattgefunden. Unsere Akzeptanz ist deutlich gestiegen.“ Die Besucherzahlen seien konstant geblieben.

Die Bedeutung des Kulturtempels werde jetzt offenbar mehr gewürdigt. Die beiden Pächter wollen ihre Eigenständigkeit behalten. Sie haben ins Theater eine fast sechsstellige Summe investiert, nachdem sie ihre Verträge vor zwölf Jahren unterschrieben. Die Stadt habe in dieser Zeit nur das Notwendigste übernommen und nichts zur Verschönerung beigetragen, beklagt Jansen. Die Kombination aus Thea-terschule, Kino und Gastronomie sei einmalig in Stormarn. Auch der Kulturring leiste hier eine wunderbare Arbeit. Die Strahlkraft als Kulturstätte müsse auch nach außen deutlicher werden. „Noch gleicht das Haus eher einer Auster, in der die kulturelle Perle verborgen ist“, sagt Jansen.

Das soll sich jetzt ändern, denn der im vergangenen Jahr verschobene Umbau soll beginnen. In der dreiwöchigen Sommerpause ab Mitte August werden die Innenräume umgebaut. Ein Lift für Gehbehinderte und die Sanierung der Toiletten sind geplant. Ein weiterer Zugang wird geschaffen und ein sepa-rates Kassenhäuschen gebaut. Auch eine Anlage für Hörgeschädigte kommt, die mittels Smartphone-App nutzbar ist. Die Kosten übernimmt die Stadt, die dem Haus ein über 200  000 Euro schweres Vierjahrespaket für Sanierungen bewilligt hat.

Die Pächter wollen ebenfalls weiter investieren. Neue Vorhänge und Teppichböden gehören dazu. Auch die Anzeigetafel am Museum wird erneuert. Jansen schwebt ein LED-Display vor, das elektro-nisch und aktuell zu beschriften ist. Bisher hat Filmvorführer Gennadi Witebski die Schrift aus Einzelbuchstaben zusammengesetzt und musste bei Sturm und Regen auf die Leiter. Aus Mangel an Buchstaben hat er dabei auch schon einmal ein „F“ in ein „E“ verwandelt. „Tafel und Buchstaben habe ich 2005 aus der Insolvenzmasse von Kirsten Martensen gekauft“, sagt Jansen.

Unter den Pächtern herrscht Harmonie. „Wir arbeiten gut zusammen“, sagt Abazi. Gemeinsam planen sie eine Veranstaltung im Mai, mit Überraschungsfilm und kulinarischem Angebot. Ein erster Anlauf im vergangenen Herbst erwies sich als sehr erfolgreich, der Abend war ausverkauft. „Wir hatten ihn auf 75 Personen limitiert und mussten einigen Interessierten absagen“, so Jansen.

In der Reihe „Film & more“ plant er eine humorvolle Lesung mit Gustav Peter Wöhler und Christian Maintz am 23. April. Anschließend wird in Vorpremiere der Film „Happy Burnout“ gezeigt.





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