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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 00:42 Uhr

Kleines fügt sich zu Großem

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stipendiatin Constanze Vogt ihre künstlerische Arbeit im Trittauer Atelierhaus aufgenommen

Sie ist schon gut angekommen in Trittau: Constanze Vogt, die neue Stipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung, liebt ihre neue Umgebung.

„Morgens beim Frühstück der Blick auf den Teich, laufen in der Natur und Spaziergänge, wann man will, das genieße ich sehr“, sagt die Kielerin, die seit Mai in der Wassermühle wohnt und im benachbarten Atelierhaus arbeitet. Auch die Chorproben mehrerer Gesangsgruppen im Haus mag sie sehr als Hintergrunduntermalung. Die Konzentration auf ihre Arbeit ist ebenfalls ein Punkt, der ihr sehr wichtig ist.

Die Künstlerin kam 1984 in Bielefeld zur Welt und hat von 2007 bis 2015 an der renommierten Muthesius Kunsthochschule Kiel studiert. Im Jahr 2015 erhielt sie den bedeutenden GottfriedBrockmann-Preis der Stadt Kiel. 2016 zeigte sie unter anderem Einzelausstellungen im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, in diesem Jahr im Schloss Eutin und in Berlin.

Mit Papier, einem Fineliner, Licht und Sprache experimentiert sie, kommt von kleinformatigen Zeichnungen zu großen und umgekehrt. Auch mit Papierobjekten wird experimentiert. Vogt legt Wert auf einen konzentrierten Arbeitsprozess. Währenddessen kommt es oft zu Ergebnissen, die vorher nicht geplant waren. Da ergeben sich ungeahnte Effekte durch Überlappungen, neue Zwischenräume, irgendetwas schillert oder flimmert. „Da verselbstständigt sich der Arbeitsprozess“, so Vogt, die aber wert auf einen vorgegebenen Rahmen legt, in dem sich die Überraschung abspielt. Ihre Arbeiten bleiben abstrakt, haben aber Bezug zu ihrem Alltag. Ebenso inspirieren sie Filmszenen oder Texte.

Ihre Bachelorarbeit hat Constanze Vogt über die Erfahrungen und Experimente des voran gegangenen Studiums verfasst. Mit gestanzten Blättern, die zu Durchblicken und Lichteffekten führten, ist sie selbst ein Kunstwerk geworden. So gerne sie konzentriert arbeitet, geht sie aber auch in den Dialog mit Besuchern, um ihre Arbeit zu erklären. In Trittau hat sich die Stipendiatin vorgenommen, auch an räumlichen Strukturen und Fadenstrukturen zu arbeiten.



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