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Reinfeld hilft : Kleidung und Schuhe in kleinen Größen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

DRK-Kleiderkammer in Reinfeld bittet um Unterstützung für die Flüchtlingshilfe. Es wird viel gespendet, leider auch viel Unbrauchbares. Weil viele Flüchtlinge eher schmächtig sind, werden vor allem kleine Größen benötigt.

„Wir haben hier so viel zu tun, dass wir kaum mit der Arbeit hinterher kommen“, sagt Ingrid Baumgart, seit acht Jahren die gute Seele der DRK-Kleiderkammer. An gut gemeinten Spenden mangelt es den drei Ehrenamtlerinnen Ingrid Wichmann, Edith Litzenroth und Ingrid Baumgart nicht. Jede Woche kommen neue Säcke voll mit alter Kleidung beim DRK an. Doch leider muss auch sehr viel aussortiert werden. „Wir freuen uns natürlich über die vielen Spenden – gerade für die über 70 Flüchtlinge, die bis jetzt in Reinfeld ein Zuhause gefunden haben“, so Baumgart. Die Hilfsbereitschaft sei sehr groß. Doch oftmals sei Kleidung dazwischen, die keiner mehr anziehen könne und wolle. Deshalb hofft sie, dass die Reinfelder bei der nächsten Spende doch ein wenig auf die Qualität achten.

Es komme auch vor, dass verschmutzte Teile oder völlig fremde Gegenstände mit in den blauen Säcken steckten. Das mache natürlich doppelte Arbeit. Sauber sollten die Kleidungsstücke schon sein und auch nicht aus den 50er oder 60er Jahren. Die ziehe einfach keiner mehr an.

„Die Flüchtlinge brauchen dringend Kleidung“, sagt Baumgart. Jede Woche kämen ganze Familien und warteten auf Unterstützung. Die jungen Männer aus Syrien seien sehr schmal und benötigten vor allem große Kindergrößen wie 164, 170 und 188. „Oder die Größen S und M“, ergänzt die engagierte DRKlerin. Und möglichst lange Ärmel, weil die jungen Männer sehr lange Arme hätten. Gerade Schuhe und die passenden Strümpfe – auch Sportschuhe – sind Mangelware. Benötigt werden vor allem die Größen 40 bis 43 für Herren. Für die bevorstehende kalte Jahreszeit sucht das Kleiderkammer-Team außerdem Winterjacken in S und M. Und Trainingsanzüge – die seien bei den Flüchtlingen äußerst beliebt.

„Mir tun die jungen Männer leid, die kaum etwas zum Anziehen haben und auch dringend Winterschuhe benötigen“, so Baumgart. Man tue hier wirklich alles, was möglich sei. Viele junge Syrer kämen gern vorbei, um mitzuhelfen. „Sie haben ja leider wenig zu tun und sind froh, etwas von dem, was sie von uns bekommen, wieder zurückzugeben“, weiß sie. Die Not sei doch sehr groß. Immer wieder klopften gerade in Reinfeld angekommene Flüchtlinge an, um für die ganze Familie endlich etwas Vernünftiges zum Anziehen zu erhalten. Und das Trio drückt da natürlich gern mal ein Auge zu, obwohl die offizielle Ausgabe immer am Donnerstag ist.

Übrig gebliebene, aber noch gut erhaltene Kleidung, die die Reinfelder Kleiderkammer nicht gebrauchen kann, werden zu anderen Hilfsorganisationen weitergeleitet. Baumgart: „Es braucht keiner Angst zu haben, dass seine Spende weggeschmissen wird.“ Das gelte wirklich nur für dreckige, sehr altmodische Kleidungsstücke.

Ganze Familien hat die Kleiderkammer inzwischen schon ausgestattet – zusätzlich auch mit Haushaltsgegenständen und dem einen oder anderen Spielzeug. Sie hofft, dass die Kleiderkammer den Andrang weiterhin bewältigen kann. Zwei freiwillige Helferinnen hätten sich glücklicherweise schon gemeldet, um kräftig mit anzupacken. Denn es gibt viel zu tun, und selbstverständlich sollen alle anderen Bedürftigen der Karpfenstadt nicht zu kurz kommen.

Gut sortiert bietet das Kleiderkammer-Sortiment bis Größe XXL weiterhin eine große Auswahl – bis auf die stark nachgefragten kleineren Größen und Schuhe. Baumgart: „Die Anzahl der Flüchtlinge wird weiter steigen, wir wollen weiter helfen, und dafür brauchen wir Ehrenamtliche und ordentliche Kleidungsstücke.“

 

 

 

>Kontakt: Gut erhaltene Kleider werden in Säcken jeden Mittwoch und Freitag von 14 bis 16 Uhr in der DRK-Begegnungsstätte, Lokfelder Straße 4, angenommen.Geöffnet hat die Kleiderkammer jeden ersten und dritten Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. Informationen erhalten Interessierte unter www.drk-reinfeld.de.

 

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erstellt am 21.Sep.2015 | 10:20 Uhr

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